Zum Ärger vieler Reisender, die nun auf den Bahnsteigen Regen abbekommen können, baute die Bahn die Glasscheiben am Dach aus. Foto: Max Kovalenko/PPF

Die Bahn setzt ihre Arbeiten am Dach der Bahnsteighalle im Stuttgarter Hauptbahnhof fort. Die Konstruktion muss von der Kopfbahnsteighalle aus über die gesamte Breite um rund 120 Meter gekürzt werden.

Stuttgart - Die Deutsche Bahn setzt ihre Arbeiten am Dach der Bahnsteighalle im Stuttgarter Hauptbahnhof fort. Die Konstruktion muss von der Kopfbahnsteighalle aus über die gesamte Breite um rund 120 Meter gekürzt werden. Die Bahnsteige sind zum größten Teil um diese Strecke verlängert worden, Weichen im Gleisfeld wurden und werden angepasst.

Bei den Arbeiten am Dach werde die Stützenreihe zwischen Gleis 8 und 9 verstärkt, teilte die Bahn mit. Um zu verhindern, dass während der Umbauarbeiten in Folge von Sturm und Sturmböen Teile der Dachkonstruktion beschädigt werden könnten, hat die Bahn Sicherungsmaßnahmen ergriffen. So wurden zum Ärger vieler Reisender, die nun auf den Bahnsteigen Regen abbekommen können, die Glasscheiben ausgebaut. Das sei nötig gewesen, um zu vermeiden, dass bei Erschütterungen und Schwingungen während der Bauarbeiten Scheiben beschädigt werden. Folien sollen die Scheiben später ersetzen.

Die Arbeiten sollen bis Anfang November abschlossen sein

Die Bahn geht nun in Sachen Sicherheit noch weiter. Man sehe „zudem bei einer Stärke ab einer Windstärke 8 Sicherungsmaßnahmen bis hin zu einer Sperrung des Bahnsteigbereichs der Bahnhofshalle vor“, teilte das Kommunikationsbüro für das Projekt Stuttgart 21 mit. Für diesen Fall gebe es ein Notfallkonzept“, sagte S-21-Sprecher Wolfgang Dietrich auf Anfrage. Die Züge würden bei einer Sperrung also an anderer Stelle abfahren. Die Arbeiten sollen bis Anfang November abschlossen sein.

Wind mit Stärke 8 sein in Stuttgart in der Tallage ein eher seltenes Ereignis. Auf dem Schnarrenberg und der Messstelle am Flughafen messe der Deutsche Wetterdienst im Schnitt alle 17 bis 18 Tage eine Windgeschwindigkeit von mindestens 17,2 Meter pro Sekunde (rund 61 Kilometer pro Stunde), sagt Uli Kümmerle vom Wetterdienst. Die Messpunkte seien aber wegen ihrer freien Lage mit dem Standort Bahnhof nicht direkt vergleichbar.

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