Das Frühlingsfest litt an den Osterfeiertagen unter dem schlechten Wetter. Nur in den Zelten war es voll, nachdem Bürgermeister Föll das erste Fass angestochen hatte. Foto: 7aktuell.de/David M. Skiba

Die Polizei-Pressestelle spricht vom „ruhigsten Wasendienst an Ostern seit Jahren“. Auf dem 79. Stuttgarter Frühlingsfest sind bei schlechtem Wetter bisher nur die Bierzelte voll. Laut Veranstalter sind an den ersten Tagen jeweils 80 000 bis 100 000 Besucher gekommen.

Stuttgart - Der Regen hält die Massen fern. „So einen ruhigen Osterdienst hatten wir auf dem Wasen seit Jahren nicht mehr“, hieß es bei der Polizei am Montag. Im vergangenen Jahr war das Frühlingswetter zum Auftakt allerdings noch schlechter als jetzt. Laut Marcus Christen von der Veranstaltungsgesellschaft in.stuttgart sind an den ersten drei Wasentagen jeweils zwischen 80 000 und 100 000 Besucher gezählt worden. Die vielen Feiertage zum Start seien für die Schausteller ein Grund zur Freude. „Da kommen viele Familien, bei denen das Interesse an Fahrgeschäften hoch ist“, sagte Christen.

Fahrgeschäft im Zickzack aufgebaut

Damit alles friedlich bleibt, haben die Veranstalter wie die Polizei aufgerüstet. „Wir geben 20 Prozent mehr für Sicherheit aus als im Vorjahr, einen sechsstelligen Betrag“, sagt Christen. Das Geld sei gut investiert: „Um auszuschließen, dass ein Anschlag wie in Berlin möglich wäre, haben wir die Fahrgeschäfte im Zickzack aufgebaut.“ Überwachungskameras und mehr Sicherheitspersonal täten ihr Übriges. Eine Weltneuheit war der Osterschnäppchenmarkt, der bis Montag mit Frühlingsfest-Merchandise aus Beständen von in.Stuttgart lockte. „Der Markt wurde gut angenommen“, freut sich Christen.

Für ein erfolgreiches Fest in diesem Jahr spricht aus Veranstaltersicht die Terminierung. „Am ersten Mai ist Zahltag, und da ist bei uns noch lang nicht Schluss“, sagt Christen. Er hofft, dass das Frühlingsfest noch mal richtig Schwung aufnimmt, wenn die Gehälter auf dem Konto sind. Zumal das Frühlingsfest 23 Tage geht – länger als das Volksfest im Herbst. Ob es auch ein Rekordumsatzjahr wird, ist laut Christen noch nicht abzusehen. Die Wahrsagerin jedenfalls, die Michael Föll wie jedes Jahr vor dem Fassanstich aufgesucht hat, sieht nicht nur den VfB vorne: Nach der Schafeskälte nach Ostern, prophezeit sie dem Bürgermeister, werde es richtig warm.

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