Oh Schreck, der Ballon ist weg – und die S-Bahn lahmgelegt: Mit einem kleinen Trickfilm warnt die Deutsche Bahn vor verbotenen Metallicluftballons. Screenshot: StZ

Kurz vor dem Beginn des Frühlingsfestes erläutert die Deutsche Bahn, dass Luftballons in der Oberleitung den Verkehr lahmlegen können – mit einem liebenswert-putzigen Erklärfilm.

Stuttgart - Die Bundespolizei hat in ihrer Dienststelle am Hauptbahnhof eine Luftpistole bereit liegen. Diese Waffe brauchen die Beamten, um eine ganz spezielle Gefahr für den Bahnverkehrzu bannen: Fliegt ein Luftballon in die Oberleitung, kann das einen Kurzschluss verursachen. Dann fällt der Strom aus und nichts geht mehr im S-Bahnverkehr. Deswegen greifen die Polizisten in solchen Fällen zur Luftpistole und schießen den Luftballon ab.

Die Botschaft lautet: „Jede Sekunde zählt“

Damit es gar nicht erst so weit kommt, hat die Deutsche Bahn einen kleinen Trickfilm produzieren lassen, der schon jetzt auf der Internetseite zu sehen ist. Er zeigt zwei Kinder, die fröhlich mit einem Luftballon am Bahnsteig stehen. Dann fliegt er davon und gerät an die Oberleitung – es wird zappenduster und auch die Mienen verdunkeln sich. Danach ist eine große Uhr eingeblendet und genervt wartende Fahrgäste. „Jede Sekunde zählt“, heißt die Moral der Geschichte – die dafür sensibilisieren soll, dass Unaufmerksamkeit und das Nichtbeachten der Hausordnung im Bahnhof von einzelnen Verspätungen für alle nach sich ziehen kann.

Explizit steht in der Hausordnung der Bahn, dass Luftballons aus Metallicfolie in Bahnhöfen verboten sind. Man warne aber auch vor normalen Luftballons: „Auch diese können Probleme verursachen, wenn sie an die Starkstromleitungen geraten“, erläutert ein Sprecher der Bahn.

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