Die Festnahme erfolgte in Fulda. (Symbolbild) Foto: Phillip Weingand / STZN

Erfolg für eine baden-württembergische Ermittlergruppe im Darknet: Die Fahnder haben einen 35-Jährigen Drogendealer festgenommen. In seiner Wohnung fanden sie zudem allerhand Edelmetall.

Fulda/Stuttgart - Nach zwei Jahren Ermittlungen ist Fahndern ein Schlag gegen Drogenhandel im Internet gelungen. Wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart und eine spezielle Ermittlergruppe aus Baden-Württemberg am Donnerstag mitteilten, wurde bereits im Oktober 2018 in Fulda ein mutmaßlicher Darknet-Händler festgenommen. Auf sogenannten Darknet-Marktplätzen werden in abgeschirmten Bereichen des Internets unter anderem Drogen, Falschgeld und Schadsoftware veräußert.

Geld genommen, aber keine Ware geliefert

Mit Mittätern soll der Mann Rauschgift im Internet verkauft haben. Der 35-Jährige soll 200 000 Euro ergaunert haben, indem er Bestellungen gegen Vorkasse annahm, aber keine Ware lieferte. Über die Auswertung von Finanzgeschäften und Zugangsdaten spürten die Ermittler den Verkäufer mit dem Decknamen „Mrsnickers“ auf.

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Mehrere Kilogramm Gold und Silber gefunden

Der Tatverdächtige soll seinen illegalen Gewinn teilweise in Edelmetall und Gelddepots angelegt haben. Bei einer Durchsuchung bei dem Mann in Fulda fanden Beamte 95 Kilogramm Silber, mehr als zwei Kilogramm Gold sowie Unterlagen eines Wertpapier-Depots mit einer sechsstelligen Euro-Einlage. Er werde sich vor dem Landgericht Stuttgart wegen bandenmäßigen Rauschgifthandels verantworten müssen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

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