Santiago Ascacibar vom VfB Stuttgart (re.) im Zweikampf mit dem Bremer Marco Friedl. Foto: Baumann

Weil ein Landsmann verletzt ist, könnte Santiago Ascacibar vom VfB Stuttgart für Argentinien noch auf den WM-Zug aufspringen und nach Russland reisen.

Stuttgart - Noch vor einigen Tagen stand es nicht gerade gut um die Chancen von Santiago Ascacibar auf eine Teilnahme mit Argentinien an der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Im Gespräch mit unserer Redaktion sagte der Mittelfeldspieler des VfB Stuttgart zwar: „Ich gebe zu, dass ich von der Nationalmannschaft und der WM träume.“ Er wusste aber auch: „Auf meiner Position existiert große Konkurrenz.“ Kontakt zu Nationaltrainer Jorge Sampaoli gebe es derzeit nicht. Das kann sich aber nun ändern.

Einer seiner Konkurrenten ist schließlich Lucas Biglia – und der Mittelfeldspieler vom AC Milan hat sich am Wochenende zwei Lendenwirbel gebrochen. Der 32-Jährige stand 2014 im WM-Finale, das die Argentinier 0:1 gegen Deutschland verloren haben. Auch für das Turnier in Russland war er vorgesehen, das droht er nun aber zu verpassen. Weshalb die Stunde von Ascacibar schlagen könnte.

Schon zehn Gelbe Karten in der Bundesliga

Der 21-Jährige hat zwar noch kein A-Länderspiel bestritten, aber schon Turnier-Erfahrung. Mit der argentinischen Mannschaft nahm er 2016 an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro teil und stand in allen Spielen auf dem Platz. Danach wurde er Kapitän der argentinischen U-20-Auswahl und qualifizierte sich mit seinem Team bei der südamerikanischen U-20-Meisterschaft für die entsprechende WM.

Beim VfB hat sich Ascacibar, der erst vor der laufenden Saison nach Deutschland gekommen ist, schnell als Stammkraft etabliert – und auch durch eine kompromisslose Spielweise überzeugt. Zweimal war er nach der jeweils fünften Gelben Karte bereits gesperrt. „Die zweikampfbetonte Spielweise gehört zu mir“, sagte er, „ich habe nicht vor, mein Spiel diesbezüglich zu ändern.“

VfB Stuttgart - Bundesliga

lade Widget...

Tabelle

lade Widget...
Komplette Tabelle

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: