Reid Anderson Foto: dpa

Der Kanadier Reid Anderson bleibt bis mindestens 2018 Intendant des renommierten Stuttgarter Balletts. OB Fritz Kuhn sprach als aktueller Vorsitzender des Gremiums von einer „Positiv-Nachricht der Extraklasse“.

Stuttgart - Der Kanadier Reid Anderson bleibt bis mindestens 2018 Intendant des renommierten Stuttgarter Balletts. Der Vertrag mit dem 64-Jährigen wurde verlängert, wie der Verwaltungsrat der Staatstheater am Dienstag mitteilte. Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) sprach als aktueller Vorsitzender des Gremiums von einer „Positiv-Nachricht der Extraklasse“.

Anderson war 1996 zum Ballettdirektor des Stuttgarter Balletts berufen worden, ein Jahr später wurde er Ballettintendant. Die „international anerkannte und ­herausragende Qualität des Stuttgarter Balletts“ sei auch „eine persönliche ­Erfolgsgeschichte von Reid Anderson“, sagte Kuhn. Die Verlängerung sichere auch Kontinuität beim Neubau und der Weiterentwicklung der John-Cranko-Schule, für die sich Anderson seit Jahrzehnten einsetzt.

Theresia Bauer (Grüne), Landesministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, sagte am Dienstag: „Ich freue mich sehr, dass wir die Erfolgsgeschichte des Stuttgarter Balletts mit Reid Anderson bis mindestens 2018 fortsetzen können. Unter seiner Intendanz bewegt sich das Stuttgarter Ballett auf künstlerisch höchstem Niveau und erfährt viel Zuspruch durch das Publikum. Sein Augenmerk gilt dem umfangreichen Repertoire des Stuttgarter Balletts, aber auch der Förderung des Nachwuchses. Er entdeckt und betreut Tänzertalente, ­darunter viele aus der John-Cranko-Schule.“

Wohl mit Blick auf die Erfolge von Marco Goecke und Demis Volpi betonte die Ministerin auch Andersons Engagement für junge Choreografen. So erhalte der „Tanz neue künstlerische Impulse“.

Auch Reid Anderson zeigte sich glücklich: „Ich freue mich außerordentlich über dieses Vertrauensvotum seitens des Verwaltungsrates. An erster Stelle steht meine Freude an meiner Arbeit, an meinen Tänzern und an der gesamten Kompanie sowie mein ungebrochener Tatendrang, was die Förderung choreografischer und tänzerischer Talente betrifft.“

Zu seiner Herzensangelegenheit, einem Neubau der Cranko-Schule des Stuttgarter Balletts mit einer Probebühne für die Kompanie, sagte Anderson: „Ein weiterer, sehr wichtiger Grund für mich zu bleiben ist aber natürlich der Neubau der John-Cranko-Schule. Wenn ­alles richtig läuft, könnte die Eröffnung im Jahr 2018 ­stattfinden. Und ich möchte dabei sein! Dass der Traum dieses Neubaus Wirklichkeit wird: daran werde ich und will ich in den nächsten vier Jahren intensiv ­arbeiten.“

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