Keine guten Zeiten für den Stuttgarter Autobauer Daimler. Foto: dpa/Marijan Murat

Der Stuttgarter Autobauer muss für den geplanten Jobabbau ordentlich Geld aufbringen. Rund zwei Milliarden Euro könnte der umfangreiche Konzernumbau kosten.

Stuttgart - Der Personalabbau bei Daimler wird den Auto- und Lkw-Bauer zunächst Milliarden kosten. Finanzchef Harald Wilhelm bezifferte die Kosten für den Konzernumbau am Dienstag auf insgesamt rund 2 Milliarden Euro. Davon würden etwa 1,2 Milliarden Euro in diesem Jahr anfallen, sagte der Manager in Stuttgart während der Bilanzpressekonferenz. Daimler-Chef Ola Källenius will mit Stellenstreichungen die jährlichen Personalkosten bis Ende des Jahres 2022 um 1,4 Milliarden Euro senken.

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Früheren Angaben zufolge ist damit ein Stellenabbau im kleineren fünfstelligen Bereich verbunden. Laut dem „Handelsblatt“ könnte es sich um bis zu 15 000 Jobs handeln. Konkrete Zahlen zum Stellenabbau wollte Källenius nicht nennen.

Der seit Mai als Vorstandschef amtierende Schwede sieht bei Daimler im täglichen Geschäft vor allem hohe Kosten als Problem. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn war wegen zahlreicher Sonderkosten für die Dieselaffäre, Problemen bei Produktionsanläufen und hoher Kosten für neue Technik im vergangenen Jahr um zwei Drittel auf 2,4 Milliarden Euro eingebrochen.

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