„Ich finde das nicht glücklich, ich kann das Unverständnis nachvollziehen“, so die CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann. (Archivbild) Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Daimler hat trotz Corona-Staatshilfen Dividenden in Milliardenhöhe ausschüttet – das sorgte für Kritik von der CDU-Spitzenkandidatin zur Landtagswahl, Susanne Eisenmann. Eine gewisse Sensibilität sei wünschenswert.

Konstanz - Dass der Autobauer Daimler trotz Corona-Staatshilfen Dividenden in Milliardenhöhe ausschüttet, hat Kritik von der CDU-Spitzenkandidatin zur Landtagswahl, Susanne Eisenmann, hervorgerufen. „Ich finde das nicht glücklich, ich kann das Unverständnis nachvollziehen“, sagte Eisenmann im Gespräch mit dem „Südkurier“ (Montag). Das sei zwar eine firmeninterne Entscheidung, so die CDU-Politikerin. Doch im Umgang damit sei eine gewisse Sensibilität wünschenswert.

Zugleich beklagte sie, dass die Wirtschaftshilfen des Bundes bei den durch die Pandemie beeinträchtigten Unternehmen zu spät ankommen würden. Das habe zu lange gedauert und sei mit immensen bürokratischen Hürden verknüpft gewesen, sagte Eisenmann der Zeitung.

Der Stuttgarter Autobauer Daimler verzeichnete für das Geschäftsjahr 2020 mit zeitweisem Lockdown und Kurzarbeit unter dem Strich einen auf die Aktionäre entfallenden Gewinn von rund 3,6 Milliarden Euro. Das waren 1,2 Milliarden Euro oder 50 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Dividende soll von 90 Cent im Vorjahr auf 1,35 Euro steigen.

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