Alle packen mit an, um den Kletterturm zum Stehen zu bringen. Foto: Tatjana Eberhardt

Das Jugendhaus „Haus 11“ in Stuttgart-Zuffenhausen hat seit kurzem einen mobilen Kletterturm.

Zuffenhausen - Zweieinhalb Tonnen schwer, 7,70 Meter hoch, 34 Quadratmeter Kletterfläche, Schwierigkeitsgrad 3 bis 7 und mehr als 500 Klettergriffe: Auf dem Gelände des Jugendhauses Zuffenhausen steht ab sofort ein mobiler Kletterturm, den schwindelfreie Kinder und Jugendliche an gleich drei Wandseiten erklimmen können – ausgestattet mit Klettergurt, Karabiner und Bandschlinge. Mit einem großen Anhänger wurde das neue Spielzeug zum Haus 11 transportiert. Erstanden hat die Jugendhausgesellschaft den Kletterturm von der Evangelischen Jugend Stuttgart (ejus) für ungefähr 10 000 Euro.

„Der Turm ist eine sehr gute Ergänzung zu unseren erlebnispädagogischen Angeboten, wie dem Hochseilgarten, dem Floßbau am Max-Eyth-See oder Mountainbike oder GPS-Touren“, sagte Sebastian Meindl, Koordinator des Projekts „Erlebnis Parcours“ von der stjg. „Wir haben bereits viele Ideen, wie wir ihn einsetzen können – unter anderem bei offenen Angeboten im Haus oder im Rahmen von Schul-AGs.“

Der Turm ist 7,70 Meter hoch

Am Tag der Übergabe am Mittwoch war Rainer Öhrle, ehemaliger Jugendreferent bei der Evangelischen Jugend Stuttgart, vor Ort und erklärte den Erlebnis-Parcours-Mitarbeitern und freiwilligen Helfern aus anderen Jugendhäusern, was alles zu beachten ist. Denn um die Sicherheit sowie den kompletten Auf- und Abbau haben sich künftig seine neuen Besitzer zu kümmern. Bei eisigen Temperaturen stand der Turm auf dem Gelände des Jugendhauses nach zirka 40 Minuten „im Wasser“: Das heißt, die Wasserwaage zeigt an, dass die Ausrichtung des Turms exakt passt. Was den Aufstellplatz betrifft, wird eine Grundfläche von 10 mal 10 Metern benötigt und eine Höhe von ebenfalls 10 Metern – im Innen- als auch im Außenbereich.

„Es ist jedes Mal eine spannende Angelegenheit, den Turm aufzustellen und es ist viel technisches Verständnis notwendig. Eine riesige Kraft wirkt da mit und bis auf das kleinste Detail muss alles stimmen“, betonte Rainer Öhrle, der den Turm für die ejus im Jahr 2008 angeschafft hatte. Die Unterbringung des Materials sowie des Anhängers wäre „schwierig“ gewesen, weshalb ein Besitzerwechsel initiiert wurde. „Es war viel Aufwand, aber der Turm ist jetzt auch in guten Händen.“

Kletterturm kann gemietet werden

Der Kletterturm kann übrigens auch gemietet werden: „Wer Interesse hat, den Turm auf Veranstaltungen oder Stadtteilfesten als Attraktion zu mieten, kann sich gerne bei uns per E-Mail an info@erlebnis-parcours.de melden“, erklärte Sebastian Meindl. Unter der Woche liege der Mietpreis pro Tag niedriger als am Wochenende. „Die Kosten dienen dem Unterhalt des Turms sowie der Finanzierung von Projekten des Jugendhauses. Alles kommt den Jugendlichen zugute“, sagte Koordinator Meindl.

Auf Hilfe sind die neuen Besitzer in Sachen Anhänger angewiesen: „Früher war der Führerschein Klasse 3 notwendig, um einen solchen Anhänger zu fahren. Heute braucht man dazu einen Zusatzführerschein“, erklärt Öhrle. Meindl ergänzt: „Wer also einen solchen besitzt und Zeit und Lust hat, uns zu unterstützen, ist wirklich willkommen.“

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