Immobilien Sachverständiger (D1) Erik Porthun bewertet Immobilien im Detail. Foto: Benjamin Knoblauch

Der Immobilienmarkt in Stuttgart und der Region hat in den letzten Jahren einen Boom erlebt. Doch jetzt steigen die Zinsen. Wie wirkt sich das aus? Wer seine Immobilie verkaufen oder vererben will, der möchte den optimalen Preis erzielen. Eine aktuelle und marktgerechte Immobilienbewertung ist daher der erste Schritt. Eine falsche Bewertung kann erhebliche Nachteile beim Verkauf bringen. 

Stuttgart – Bevor man den eigentlichen Preis bestimmt, beginnt eine Immobilienbewertung mit der genauen Bestandsaufnahme von fünf Faktoren, die die Immobilienbewertung beeinflussen: Die Lage, das Baujahr, die Größe, der Zustand und die Ausstattung der Immobilie fließen in diese Bewertung mit ein. Während Größe, Zustand und Ausstattung sehr schnell zu ermitteln sind, ist es vor allem die Lage, die bei der Immobilienbewertung besonders komplex zu bewerten ist und von den Eigentümern oft nicht richtig eingeschätzt wird.

Fünf Faktoren bestimmen Wert der Immobilie

Faktor 1: Die Lage

Bei der Immobilienbewertung ist die richtige Einschätzung der Lage besonders wichtig, denn Käufer können die Lage einer Immobilie nicht beeinflussen, während sie durch bauliche Veränderung den Wert ihrer Immobilie und auch die Lebensqualität verbessern können. Liegt das Haus an einer viel befahrenen Straße oder doch in einer ruhigen Gegend am Waldrand? Wie ist die Infrastruktur rund um Ihre Immobilie, also der Anschluss zu öffentlichen Verkehrsmitteln, zur Schule, Ärzten oder zu Einkaufsmöglichkeiten? Dies kann den Wert Ihrer Immobilie erheblich beeinflussen.

Auch auf die Mikrolage kommt es an. Wie ist der Ausblick von Ihrem Haus, wie ist die Nachbarschaft bzw. die geografische Lage, wie verhält es sich mit Bauprojekten in der Gegend? Immobilienexperte Erik Porthun von Portimmo aus Stuttgart: „Gerade bei der Bewertung der Lage verschätzen sich Eigentümer gerne. Hier macht es Sinn, sich von Experten beraten zu lassen, die dank sehr guter Ortskenntnisse und der genauen Kenntnis des Immobilienmarktes die einzelnen Lage-Faktoren für eine realistische Immobilienbewertung gewichten können.“

Faktor 2: Das Baujahr

Gesetzliche Vorgaben für die energetische Sanierung spielen für Hauskäufer eine immer wichtigere Rolle. Deshalb ist das Baujahr als Indikator für die Bausubstanz ein wichtiger Punkt in der Immobilienbewertung. In manchen Jahren wurde tatsächlich „schneller“ gebaut und in anderen Jahren „nachhaltiger“. Ist das Haus noch während des Jugendstils erbaut oder doch im gefürchteten 60-er Jahren Plattenbau-Stil? Grundsätzlich gilt, dass jede Dekade verschiedene technische Neuerungen für die Bauweise und den Baustil hat, diese gilt es in die Bewertung miteinzubeziehen.

Faktor 3: Die Größe

Die Größe des Hauses oder der Wohnung entscheidet über den verfügbaren Wohnraum und damit auch darüber, für wen Ihre Immobilie interessant ist. Wieviel Quadratmeter hat die Immobilie insgesamt und wieviel Fläche das gesamte Grundstück? Gibt es eine Terrasse oder einen Garten? Wie viele Zimmer hat ihre Immobilie, wie groß sind diese? All diese Punkte beeinflussen den Wert Ihrer Immobilie.

Faktor 4: Der Zustand

Wann wurde Ihre Immobilie das letzte Mal renoviert? Ist sie in einem Top-Zustand oder hat sie einen Sanierungsstau? Sind die Versorgungsleitungen in gutem Zustand oder sogar erneuert worden? Für eine Immobilienbewertung spielt es eine große Rolle, in welchem Zustand Haus oder Wohnung sind, denn zukünftige Kosten für den Verkäufer mindern den Preis.

Faktor 5: Die Ausstattung

Auch die Innenausstattung spielt für die Immobilienbewertung eine wichtige Rolle. So spielen hochwertige Fenster und Heizungen mit zunehmenden Energiekosten eine immer wichtigere Rolle bei Käufern. Aber auch die Ausstattung von Bädern, Küchen oder Böden können den Wert Ihrer Immobilie beeinflussen.

Wo kann ich meine Immobilie bewerten lassen?

Um die eigene Immobilie erfolgreich verkaufen zu können, raten Experten zunächst zu einer Immobilienbewertung. Interessenten finden online eine ganze Reihe von kostenfreien Bewertungs-Tools. Mithilfe einiger Angaben können Sie bereits eine erste Immobilienbewertung per E-Mail erhalten. Erik Porthun von Portimmo warnt jedoch davor, sich ausschließlich darauf zu verlassen: „Kostenfreie Online-Immobilienwertrechner berechnen nur durchschnittliche Werte. Dabei sind dann nur fünf Angaben nötig, um den Quadratmeter-Preis Ihrer Immobilie zu ermitteln. Für eine zuverlässige Immobilienbewertung zu wenig.“

Immobilienbesitzer sollten aus diesem Grund Experten beauftragen, die die Region besonders gut kennen. So fließt in die exakte Immobilienbewertung nicht nur das Haus selbst, sondern auch die Lage ein. Mit einer persönlichen Immobilienbewertung erhalten Besitzer eine genaue Wertvorstellung, die sämtliche individuellen Eigenschaften ihrer Immobilie berücksichtigt und damit hilft, einen optimalen Preis für Ihre Immobilie zu erzielen.

Die Immobilien-Experten der Firma Portimmo aus Stuttgart führen solche Immobilienbewertungen durch. Das kann von der einfachen Wertermittlung bis zum Verkehrswertgutachten gehen. Portimmo hat einen zertifizierten Sachverständigen für Immobilien (DEKRA) im Team und einen Immobiliengutachter für komplexere Wohn- und Geschäftshäuser an der Hand.

Einer der Immobiliensachverständigen von Portimmo berät Kunden vorab in einem kostenfreien Gespräch über die Kosten einer Immobilienbewertung und auch dahingehend welche Art von Bewertung bzw. Gutachten benötigt werden. Wer einen Verkauf in Erwägung zieht, für den hat Portimmo einen Immobilienmakler an der Hand.