Die Bezirksbeiräte Waltraud Illner und Dieter Benz haben die Bezirksvorsteherin Ulrike Zich (Mitte) für 20 Dienstjahre im Stadtbezirk gewürdigt. Foto: Georg Linsenmann

Der Bezirksbeirat Stuttgart-Weilimdorf überrascht die Bezirksvorsteherin mit einer Würdigung zu ihrem 20. Jahrestag.

Weilimdorf - Dass Ulrike Zich in einer Sitzung des Bezirksbeirates mal kurz das Gesicht herunter fällt, ist eher unwahrscheinlich. In der ersten Sitzung des Jahres war es nun allerdings soweit. Dafür sorgte ganz zum Ende Waltraud Illner (CDU), als sie sich mit einer sehr offiziellen Tonlage und mit sehr ernstem Gesicht „als dienstältestes Mitglied des Bezirksbeirates“ an die Bezirksvorsteherin wandte. Wobei dann schnell klar war, dass die äußere Form der empfundenen Größe des Augenblicks geschuldet war: Illner gratulierte Zich „im Namen des Gremiums zu Ihrem 20-jährigen Dienstjubiläum als Bezirksvorsteherin von Weilimdorf“, worauf sich Zichs Züge postwendend entspannten.

Zumal Illner ihre Würdigung mit einer Anekdote präludierte: „Sie waren davor Bezirksvorsteherin in Botnang, und am Anfang haben Sie immer gesagt: Bei uns in Botnang. Das hat sich schnell geändert.“ Illner räumte ein, dass es bei ersten Projekten, die Zich ins Werk setzen wollte, „am Anfang Skepsis gab“. Etwa beim ersten Senioren-Herbst oder als der Umbau der Lindenbachhalle mit einem großen Fest begangen werden sollte. Skepsis, die aber schnell verflogen sei, worauf sie Zichs Wirken skizzierte: von der Gründung der Arge über das erste Stadtfest 2006 oder den 50. Geburtstag von Giebel nebst inzwischen fünf „Zukunftsoffensiven“ zu verschiedenen Themen des Lebens in Weilimdorf, zuletzt das Thema Energie betreffend.

20 Jahre für den Stadtbezirk

Illner lobte aber auch den Politikstil von Zich: „Sie können gut moderieren und ausgleichen“ - und fügte hinzu: „Sie können aber auch gut feiern.“ Sie dankte Zich „für 20 gute Jahre und gute Taten für den Stadtbezirk“. Zusammen mit Dieter Benz überreichte sie einen voluminösen Blumenstrauß. Benz wusste noch, dass es „damals sehr viel Bewerber gab. Als wir aber sahen, dass Frau Zich dabei war, war alles g’schwätzt“. Zich bedankte sich ihrerseits: „Es waren 20 gute Jahre. Es geht mir sehr gut mit Weilimdorf. Ich hoffe, Weilimdorf geht es auch gut mit mir.“ Der prasselnde Beifall darauf war deutlich mehr als nur eine Beglaubigung dessen.

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