Ein technischer Defekt in einer Kita in Stuttgart-Weilimdorf löste am Dienstagabend einen Feuerwehreinsatz aus. Foto: 7aktuell.de/Nils Reeh

In Stuttgart-Weilimdorf kam es am Dienstagabend zu einem Brand in einer Kita. Im Gegensatz zu Neugereut war aber kein Einbrecher am Werk.

Stuttgart - Schon wieder musste die Feuerwehr zu einem Brand in einer städtischen Kindertagesstätte ausrücken – diesmal in der Ludwigshafener Straße in Weilimdorf. Eine Passantin hatte um 20.53 Uhr Flammen in dem Gebäude entdeckt und den Notruf 112 gewählt. Die Feuerwehr rückte mit Löschzug und Sonderfahrzeugen sowie Rettungswagen an den Brandort aus. Auch die Polizei war alarmiert: Erst am Samstag hatte eine Kindertagesstätte in Neugereut gebrannt – das Werk eines Einbrechers.

„Dank des frühzeitigen Notrufs und des schnellen Eingreifens konnte das Feuer rasch gelöscht werden“, bilanziert Einsatzleiter Matthias Seiz. Zwei Trupps brachten die Flammen schnell unter Kontrolle, bereits um 21.07 Uhr wurde „Feuer aus“ gemeldet. Diesmal war die Feuerwehr der einzige Einbrecher, weil sich die Wehrmänner über ein Fenster gewaltsam Zutritt ins Gebäude verschafft hatten. Die Brandursache war eindeutig nicht von außen gekommen.

Folgen nicht so gravierend wie in Neugereut

Nach den bisherigen Erkenntnissen dürfte fahrlässige Brandstiftung oder ein technischer Defekt infrage kommen. Das Feuer war offenbar im Bereich einer Herdplatte ausgebrochen. War diese womöglich nicht ausgeschaltet worden? „Die Suche nach der Ursache ist nun Sache der Brandermittler“, sagt Polizeisprecher Jens Lauer. Schließlich sei auch ein technischer Defekt nicht ausgeschlossen – etwa im Bereich einer Steckdosenleiste. Der Schaden ist offenbar überschaubar: „Einige Möbel mussten entsorgt und die Räumlichkeiten gründlich geputzt werden“, sagt Stadtsprecherin Ann-Katrin Gehrung, „alle Kinder können aber wie gewohnt in der Einrichtung betreut werden.“

Damit sind die Folgen für die städtische Kindertagesstätte im Herzen Weilimdorfs auf alle Fälle nicht so gravierend wie im Fall der Einrichtung Eulennest an der Lüglensheidestraße in Neugereut. Dort hatte ein Einbrecher am späten Samstagabend an mehreren Stellen Feuer gelegt und den Betrieb lahm gelegt. Die Stadt hatte angekündigt, die 72 Kinder in Containern in der Graugansstraße als Ausweichquartier vorübergehend unterzubringen. Das Jugendamt konnte am Mittwoch Vollzug melden: „Das hat alles wie vorgesehen geklappt.“

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