Der Park hinter der Ladenzeile soll einladender werden. Foto: Alexandra Kratz

Für den Park und die Osterbronnstraße gibt es bereits Pläne. Nun kommt das Gebiet Lunaweg dazu.

Vaihingen - Dürrlewang ist seit 2015 Teil des Förderprogramms „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“. Im Rahmen dessen soll der Ortsteil schöner werden, sowohl im öffentlichen Raum als auch auf privater Fläche. Eigentümer können für die Modernisierung ihrer Häuser und Wohnungen im Sanierungsgebiet finanzielle Unterstützung beantragen.

Für die Osterbronnstraße und den Dürrlewangpark gibt es schon Pläne. „Wir wollen den Park aus seinem Schlaf erwecken“, sagte Heike Lambor vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung vergangene Woche im Vaihinger Bezirksbeirat. Geplant ist etwa, den Platz mit dem Wasserbecken schöner zu gestalten. Spielflächen, Boulebahnen und Tischtennisplatten sollen ihn für verschiedene Altersgruppen einladender machen. Der Verkehr auf der Osterbronnstraße soll verlangsamt werden. Dafür soll der Querschnitt verengt werden. Bäume am Straßenrand engen die Straße optisch ein und sollen die Autofahrer bremsen. Dadurch erhoffen sich die Stadtplaner eine Verkehrsberuhigung.

Der Spielplatz soll aufgewertet werden

Nun wurden die Fördermittel noch einmal aufgestockt. 2,65 Millionen Euro stehen für Projekte und Maßnahmen in Dürrlewang zur Verfügung, 60 Prozent davon gibt der Bund, 40 Prozent die Stadt. „Damit können wir das Sanierungsgebiet erweitern“, sagte Lambor. Man wolle nun in Richtung Süden, in das Gebiet bis zum Lunaweg, blicken und auch den Spielplatz dort mit einbeziehen. Wie genau dieser verschönert werden soll, ist noch nicht entschieden. Die Erweiterung des Sanierungsgebiets ist ein formeller Akt. Der Bezirksbeirat Vaihingen hat dem Wunsch bereits mehrheitlich zugestimmt, der Gemeinderat befasst sich in seiner Sitzung am Donnerstag, 25. Oktober, mit der Sozialen Stadt.

Heike Lambor hofft, mit weiteren Aufstockungen irgendwann ganz Dürrlewang in das Förderprogramm aufnehmen zu können. „Wir sind der Meinung, dass es an vielen Stellen Aufwertungsmöglichkeiten gibt.“ Das Stadtplanungsamt kann jedes Jahr einen Antrag auf Aufstockung des Budgets stellen, erklärte Lambor. Mit weiteren Mitteln könnte dann auch der Osten und Norden Dürrlewangs ins Sanierungsgebiet einbezogen werden.

Kreisverkehr oder Ampel?

Dass die Soziale Stadt funktioniert, zeige etwa das Beispiel Hallschlag, sagte der CDU-Bezirksbeirat Wolfgang Georgii. „Soziale Brennpunkte werden entschärft.“ Er wünschte sich eine weitere Verkehrsberuhigung der Osterbronnstraße und der Dürrlewangstraße, beispielsweise mit einem Kreisverkehr. Gerhard Wick (SÖS/Linke-plus) hingegen nannte einen Kreisel „unsinnig“, weil er den Verkehr nicht entschleunige. „Und wenn die Osterbronnstraße zurückgebaut wird, ist er überflüssig“, sagte Wick. Ampeln und Zebrastreifen würden schon genügen. Er begrüße die angedachten Änderungen, betonte aber: „Wir wollen keine Nachverdichtung in Dürrlewang.“

Heike Lambor kündigte an, dass das Stadtplanungsamt in Sachen Verkehrsführung an der Osterbronnstraße noch einmal separat in den Bezirksbeirat kommen wolle. „Sowohl für einen Kreisverkehr als auch für eine Teilsignalisierung der Kreuzung mit der Dürrlewangstraße gibt es positive und negative Aspekte zu berücksichtigen“, sagte Lambor.

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