Im ersten Bauabschnitt bleibt das Holzhäuschen erhalten, im zweiten soll es dann durch ein modernes Kletterhaus ersetzt werden. Foto: Sebastian Steegmüller

Der Spiel- und Bolzplatz im Wohngebiet Wallmer soll für 695 000 Euro saniert werden. Bislang sind jedoch nur Gelder für die kleine Lösung genehmigt worden.

Untertürkheim - Sollten die Vorstellungen von Oliver Bräuer vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt (GFF) erfüllt werden, erhalten die Untertürkheimer in absehbarer Zeit im Wallmer ein Spiel- und Bolzplatz mit idealen Bedingungen. Auf der rund 5100 Quadratmeter großen Fläche sollen unter anderem eine Kletterpyramide mit Riesenrutsche, eine Seilbahn und eine „Calisthenics“-Fitnessanlage aufgebaut werden. Die Böden unter den Spielgeräten werden aktuelle Fallschutznormen erfüllen, so Bräuer. Außerdem sollen die Spielflächen barrierefrei erreichbar sein, dazu werden die Treppen an den Eingängen durch Rampen getauscht.

Junge und alte Besucher waren am Freitag begeistert, als Landschaftsarchitektin Ingrid Kunder vom Planungsbüro Kunder3 gemeinsam mit Oliver Bräuer den Entwurf vor Ort vorstellte. Die Sache hat aber einen Haken. Bislang hat der Gemeinderat nur den ersten von zwei Bauabschnitten genehmigt. Das heißt: Im kommenden Jahr wird für rund 200  000 Euro nur der vordere Bereich des Spielplatzes saniert. Darin enthalten sind zwei Trampoline, zwei Schaukeln und mehrere Bänke. Die Tischtennisplatte wird aus dem Sandkasten auf festen Boden versetzt und erhält ein Netz aus Stahl. „Wichtig war uns auch, dass der Kleinkinderbereich sicherer gemacht wird“, sagt Kunder. Dazu werde der direkte Zugang von der Wallmerstraße geschlossen. Darüber hinaus habe man dem Wunsch vieler Eltern entsprochen und einen kleinen, separaten Platz unterhalb des eigentlichen Areals in Richtung Biklenstraße errichtet. Damit sollen Trinkgelage direkt an den Sandkästen der Vergangenheit angehören.

Anwohner wollen die große Lösung

Der erste Bauabschnitt wartet mit vielen kleinen Veränderungen auf. Die Anwohner waren sich bei der Präsentation schnell einig, dass sie die große Lösung favorisieren. Sie würde nochmals mit 495 000 Euro zu Buche schlagen, wartet aber im hinteren Bereich mit zahlreichen weiteren Verbesserungen auf.

Auf dem jetzigen Bolzplatz würde eine „Adventure-Parkours“-Landschaft und eine Slackline-Anlage aufgebaut werden, die auch Jugendliche ansprechen sollen. Der zweite Beton-Fußballplatz, der derzeit noch von den Container der Kita Storchennest belegt ist, soll einen Tartanboden, neue Tore und einen Basketballkorb erhalten. „Außerdem werden sehr leise Abfanggitter angeschafft“, verspricht der Experte des GFF. Um die Lärmbelastung durch dagegen prallende Bälle zu minimieren, werde man das „Beste vom Besten kaufen. Die Gitter sind aus Edelstahl mit Gummi ummantelt“. In der Dessauer Straße im Hallschlag habe sich ein ähnliches Modell bewährt.

„Das Areal im Wallmer ist derzeit der wichtigste Platz in meinem Bezirk“, sagt Bräuer, der nicht nur auf die Unterstützung des Bezirksbeirats, sondern im Herbst auch auf grünes Licht vom Gemeinderat hofft. „Dann stehen die Haushaltsberatungen an.“ Sollte der zweite Bauabschnitt genehmigt werden, könne man nicht nur einen Kinderspiel-, sondern einen Quartiersplatz für mehrere Generationen schaffen.

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