Fleißige Helfer bei der Stadtbezirksputzete: Auf dem Parkplatz am Karl-Benz-Platz wurden die Müllsäcke zur Abholung bereitgelegt. Foto: Mathias Kuhn

Zum 25. Mal hat die Arbeitsgemeinschaft Untertürkheimer Vereine zur Stadtbezirksputzete aufgerufen. Es kam reichlich Müll zusammen bei dieser Gemeinschaftsaktion.

Untertürkheim - Vereine, Einrichtungen, Schulen und Privatpersonen griffen am Wochenende zu Zangen, Besen und Putzhandschuhen, um auf Plätzen, in Straßen und an markanten Orten im Stadtbezirk das einzusammeln, was achtlos oder bewusst weggeworfen wurde. Zum 25. Mal hatte die Arbeitsgemeinschaft Untertürkheimer Vereine (AGUV) zur Stadtbezirksputzete eingeladen. „Damit sind wir der Vorläufer für die von der Stadt ins Leben gerufenen Let’s putz-Aktion“, betont AGUV-Vorsitzender Michael Walz. Trotz einiger Kritiker, die „nicht den Dreck anderer wegräumen wollen“, machten wieder viele Untertürkheimer Vereine beim Großreinemachen mit. Als Hauptaktionstag hatten Walz und das Bezirksamt als Organisatoren den vergangenen Samstag ausgerufen, aber auch davor und danach wurde geputzt.

Von Elektroschrott bis Flachmann

Die Landfrauen nahmen sich bereits am Freitag der Staffel an, die von der Strümpfelbacher Straße in die Weinberge am Mönchberg führt. „So sauber waren die Treppen noch nie. Mal schauen, wie lange es so bleibt“, freute sich eine Spaziergängerin. Mit Kutterschaufel und Kehrwisch war es bei den Aktiven des Musikvereins Untertürkheim nicht getan. Sie hatten sich die Flächen links und rechts der Dietbachstraße vorgenommen. „Dieses Jahr haben wir einigen Elektroschrott, Metallteile und die üblichen beim Fahren aus dem Auto geworfenen Plastikbehälter eingesammelt“, berichtete ein Aktiver. Sogar ein Teil eines Gartenzauns habe im Straßengraben gelegen. Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr mussten im Vergleich zu den Vorjahren am Samstag weniger zupacken. Traditionell entrümpeln sie das Regenüberlaufbecken bei Rotenberg. „Da es trocken liegt, haben sich offenbar weniger getraut, ihren Müll im Wasser zu versenken“, vermutet Timo Strauß.

Teilnahme bei Let’s putz-Wettbewerb

Unverändert viel Abfall rafften die „Straßenkehrer“ auf dem Karl-Benz-Platz zusammen. Für den Bezirksbeirat waren Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel und Michael Marquardt mit Zangen unterwegs, Anne und Wolfgang Reinhart halfen privat. „Wir fanden viele Flachmänner, Zigarettenschachteln, Papiertücher aber auch Hemden und Schuhe im Gebüsch“, wunderte sich das Paar. Drei gut gefüllte blaue Plastiksäcke legten sie gegen 12 Uhr – dem offiziellen Ende der Putzete – am Sammelplatz ab.

Walz wartet nun gespannt, wie viele Freiwillige sich beteiligten. Von der Teilnehmerzahl hängt ab, ob die Untertürkheimer bei der Let’s putz-Aktion der Stadt einen Preis erhält. Der Rücklauf der Listen habe erst begonnen. Die bei der Putzete aktiven Vereine sollen den Teilnehmervordruck bis spätestens 30. April ans Bezirksrathaus Untertürkheim zurückgeben.

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