Einen Vormittag legten die Taxifahrer die Arbeit nieder. Foto: dpa

In Stuttgart sind am Vormittag Taxifahrer in den Ausstand getreten – zwischen acht und 12 Uhr haben sie keine Fahrten angenommen. Die Fahrer protestieren mit der Aktion gegen die Stadt Stuttgart.

Stuttgart - Ob Hauptbahnhof, Flughafen oder ganz normaler Straßenverkehr – am Montagvormittag haben viele Fahrgäste in Stuttgart umsonst nach Taxis Ausschau gehalten. Von 8 Uhr bis 12 Uhr waren die Taxifahrer im Ausstand. Mit dem „arbeitsfreien Vormittag“ protestierten sie gegen die Stadt, die in ihren Augen Konkurrenzangebote wie zum Beispiel Mitfahrdienste bevorzuge und von Auflagen befreie. Zu der Aktion hatten Taxiverbände aufgerufen; medizinische Fahrten waren demnach von dem Ausstand ausgenommen.

Die Stadt hat kein Verständnis

Bei der Stadt könne man die Aktion schwer nachzuvollziehen, denn es werde nach geltendem Recht gehandelt, sagte eine Sprecherin am Montag. Die Kritik der Taxiverbände betreffe die Genehmigungsbehörde, die im Rahmen des sogenannten Personenbeförderungsgesetzes alle neuen Mobilitätsformen zu prüfen habe.

„Wenn neue Anbieter alle Auflagen erfüllen, müssen wir sie auch zulassen“, sagte die Sprecherin. Die Taxifahrer hingegen kritisieren, dass die Politik der Stadt den Wettbewerb verzerre und zum „finanziellen Tod“ der Unternehmen führen könne.

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