Es ist einiges los an der Haltestelle Schwabstraße, als dort ein junger Mann verprügelt wird. Doch eingreifen will niemand. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Am helllichten Tag ist es an der S-Bahn-Haltestelle Schwabstraße in Stuttgart zu einem brutalen Übergriff gekommen. Obwohl der Bahnsteig voller Passanten war, rief niemand die Polizei.

Stuttgart-West - In einem besonders schweren Fall ist am Samstag in Stuttgart-West die Zivilcourage zahlreicher Passantan ausgeblieben.

Wie die Polizei berichtet, wurde gegen 13.10 an der S-Bahn-Haltestelle Schwabstraße ein 27-Jähriger ohne ersichtlichen Grund von einem Unbekannten angegriffen. Der Täter hatte das Opfer zuvor angesprochen und zu Boden gerungen.

Kurz darauf trat er dem Mann ins Gesicht, bevor er die S-Bahn-Haltestelle in Richtung Ausgang Schwabstraße wieder verließ. Trotz voll besetztem Bahnsteig verständigte niemand die Polizei. Der Geschädigte begab sich anschließend zum Bundespolizeirevier am Hauptbahnhof und erstattete Anzeige. Er erlitt eine blutende Platzwunde im Gesicht.

Nach Auswertung der Kameraaufzeichnung kann der Täter wie folgt beschrieben werden: etwa 30 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß, athletische Figur. Er hatte kurze, dunkelblonde Haare, trug blaue Jeans, ein schwarzes T-Shirt mit einem weißen Aufdruck, weiße Turnschuhe und eine schwarze Bauchtasche. Auffällig war, dass er einen kleinen weißen Hund, vermutlich einen „West Highland White Terrier“ mit sich führte.

Die Bundespolizei Stuttgart bittet die vielzähligen Zeugen, sich unter Tel. 0711/87035-0 zu melden.

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