Vor 40 Jahren gab es das erste Heusteigviertelfest. Inzwischen ist es eine feste Größe in der Stadt. Foto: Sandra Hintermayr

Zwischen Mozartplatz und Mozartplätzle geht es an diesem Wochenende bunt zu. Das Heusteigviertelfest ist längst mehr als ein kleines Nachbarschaftsfest. Die 39. Auflage lockt mit Livemusik, Essen aus aller Welt und dem ganz besonderen Charme des Viertels.

Stuttgart - Bereits zur Eröffnung des Heusteigviertelfests am Freitagabend versammelten sich hunderte Anwohner und Auswärtige rund um die beiden Plätze an der Mozartstraße. Während die einen mit einem Feierabendbier den Arbeitstag gemütlich ausklingen ließen, stießen die anderen mit einem Glas Weißwein auf eine lange Nacht an. Was seinen Anfang vor 40 Jahren als Nachbarschaftfest nahm, ist längst eine Institution in der Stadt. Veranstalter ist der Verein Heusteigviertel. „Aufgabe des Vereins und des Fests war es, das Viertel zu beleben“, erklärte Marc Bodon aus dem Vereinsvorstand. Dass das geglückt ist, zeigen die zahlreichen Besucher, die sich Jahr für Jahr beim Fest auf der Mozartstraße tummeln.

Das Heusteigviertel hat schon einen besonderen Charme: Die schmucken Gründerzeit- und Jugendstilbauten schmücken die „Flaniermeile“ dieses Wochenendes. „Die Gegend gefällt uns einfach“, sagte Michaela Resch, die mir ihrem Mann am Freitagabend das Fest besuchte. Die beiden sind vor zwei Jahren nach Stuttgart gezogen und bereits zum zweiten Mal beim Heusteigviertelfest, auch wenn das letzte Mal eher zufällig gewesen sei. „Dieses Mal haben wir uns bewusst dafür entschieden“, sagte Michaela Resch. Dem Ehepaar gefällt die gemütliche Atmosphäre ebenso wie das gemischte Publikum. Daniela Scholz ist zum ersten Mal auf dem Fest. „Aber ich finde es sehr entspannt hier“, sagte die Frau, die sich am Freitag mit einer Freundin von Weissach aus auf den Weg nach Stuttgart gemacht hatte, nachdem sie im Internet von der Veranstaltung gelesen hatte. Domagoj Schumacher hingegen ist fast schon Stammgast. „Ich komme fast jedes Jahr her“, sagt der Stuttgarter. „Mir gefällt die Location. Es ist mal was anderes und man ist doch mitten in der Stadt“, so Schumacher.

Einmal um die Erde futtern

Während am Freitag die Stände nur einige Meter um Mozartplatz und Mozartplätzle aufgestellt waren, werden es am Samstag und Sonntag zahlreiche mehr entlang der Mozartstraße sein. Kulinarisch kann man sich quasi einmal um die Erdkugel futtern, auf fünf Bühnen findet sich für jeden Musikgeschmack etwas. Dazwischen gibt es verschiedene Tanzvorführungen. Der Samstag beginnt um 13 Uhr und endet mit einer Burlesque-Show um 22 Uhr auf der Kulturbühne/Heusteig-e.V.-Bühne, Höhe Mozartstraße 15.

Für die Kinder ist ebenfalls einiges geboten: Vom Figurentheater „Die kleine Meerjungfrau“ (16 Uhr, Kulturbühne) bis zu Zirkusspielen (14.20 Uhr, Mozartplatz). Im Vorfeld der Puppentheater-Aufführung bietet das Orpheustheater einen Workshop an, bei dem die Kinder eigene Stabpuppen unter der Anleitung der Künstler erstellen können (14.30 Uhr, Kulturbühne). Diese werden während der Aufführung interaktiv von den Kindern bespielt.

Der Sonntag beginnt mit einem Freiluftgottesdienst um 10 Uhr auf dem Mozartplatz. Von 11 bis 17 Uhr erstreckt sich entlang der Mozartstraße ein Flohmarkt, Musik und Tanz sind natürlich auch am Sonntag Programm.

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