Obwohl Sillenbuch als sicherer Stadtbezirk ohne Kriminalitätsschwerpunkte gilt, will Sebastian Fritsch auf den Straßen präsent sein. Foto: Caroline Holowiecki

Sebastian Fritsch leitet seit Kurzem den Polizeiposten in Stuttgart-Sillenbuch. Wie lange er bleiben wird, weiß er nicht. Dennoch will er einige Duftmarken im Bezirk setzen.

Sillenbuch - Sebastian Fritsch ist der Neue in Sillenbuch. Er hat die Leitung des Polizeipostens übernommen. Dem Bezirksbeirat hat sich der Polizeioberkommissar kurz vor dem Jahreswechsel vorgestellt, faktisch ist er aber schon seit Herbst da. Sein Vorgänger Thilo Knäringer hatte die Stelle kommissarisch nur von Dezember 2018 bis September 2019. „Der Polizeiberuf ist in weiten Teilen ein Erfahrungsberuf, sodass viele Mitarbeiter an mehreren Stellen ihre Erfahrungen mitnehmen können sollen“, erklärte der Polizeisprecher Stefan Keilbach jüngst. Nun also ist Sebastian Fritsch am Zug, auch wieder kommissarisch, „aber auf unbestimmte Zeit“, wie er selbst betont.

Nach dem Studium arbeitete der 32-Jährige sechs Jahre auf dem Möhringer Revier 4 im Ermittlungsdienst, davon drei Jahre spezialisiert als Jugendsachbearbeiter. Zu jungen Leuten hat er heute noch eine Affinität, „man hat den Eindruck, man kann was bewegen“. Das neue Feld habe ihn gereizt, schwerpunktmäßig wolle er dennoch nah beim Nachwuchs bleiben.

So hat Sebastian Frisch bereits Kontakt zu mehreren Schulen im Bezirk aufgenommen und einen Fahrradkontrolltag ausgerichtet. „Das werden wir auf jeden Fall noch mal machen“, kündigt er an. Auch mehr Präsenz im Freibad kann er sich vorstellen, sollte das nötig sein. Sillenbuch gilt als sicherer Bezirk ohne Kriminalitätsschwerpunkte. Dennoch will Sebastian Fritsch auf den Straßen präsent sein; ein Prinzip, das der mittlerweile ausgeschiedene Leiter des übergeordneten Reviers 4, Martin Rathgeb, eingeführt hatte. Wenn es die Zeit hergibt, lassen sich daher die beiden Sillenbucher Polizeibeamten freitags auf dem Wochenmarkt blicken, „und auch nach den Öffnungszeiten bin ich noch im Bezirk unterwegs“, sagt Sebastian Fritsch. Im direkten Gespräch mit den Bürgern zeige sich, wo der Schuh drückt. Aktuell sei, wie immer in der dunklen Jahreszeit, das Thema Einbruch und Sicherheit wichtig. Außerdem seien die Bürger kritischer und vorsichtiger geworden und meldeten schneller, wenn ihnen irgendeine Person komisch vorkomme, sagt er.

Auch abends im Bezirk unterwegs

In die Sillenbucher Besonderheit muss sich Sebastian Fritsch, der mit seiner Partnerin in Sonnenberg wohnt, indes noch einfinden. So steht beispielsweise im Februar sein erster Rosenmontagsumzug an. Die Kinderveranstaltung wird seit Jahr und Tag von der Polizei begleitet. Mit Andreas Kwiezinski habe er aber einen erfahrenen Kollegen an seiner Seite, der den Bezirk gut kenne, und auch das Zusammenspiel mit Bezirks- und Stadtverwaltung klappe gut. „Der Draht ist kurz“, sagt Sebastian Fritsch. Einen ebenso kurzen Draht wünscht er sich zu den Bürgern im Ort. Er betont: „Mit Problemen kann man immer kommen.“

Der Polizeiposten Sillenbuch befindet sich an der Kirchheimer Straße 60 und ist montags von 14 bis 18 Uhr, mittwochs von 9 bis 13 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Das Plieninger Pendant ergänzt diese Öffnungszeiten. Beide Polizeiposten haben seit Kurzem neue Telefonnummern. Sillenbuch ist unter 0711/89 90 84 60 erreichbar, Plieningen unter 0711/89 90 8450.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: