Stuttgart-Sillenbuch Illegale Abkürzung nach Rohracker ist Geschichte

Von Caroline Holowiecki 

Noch in diesem Jahr sollen zwei schmale Poller den Schleichweg sperren. Foto: Holowiecki
Noch in diesem Jahr sollen zwei schmale Poller den Schleichweg sperren. Foto: Holowiecki

Eine Untersuchung der Stadt Stuttgart bestätigte, dass der Hohlweg zwischen Sillenbuch und Rohracker illegal befahren wird. Nun sollen noch in diesem Jahr zwei schmale Poller den Schleichverkehr stoppen.

Sillenbuch - Schleichverkehr ade. Die Strecke zwischen Sillenbuch und Rohracker wird zugemacht. Der landwirtschaftliche Weg zwischen der Tuttlinger Straße auf dem Berg und der Sillenbucher Straße im Tal wird erwiesenermaßen von Pendlern als Schleichweg genutzt, und das rege. Bei einer Stichprobenzählung im Oktober 2016 hatte die Stadtverwaltung während der Stoßzeiten morgens und am Nachmittag jeweils um die 70, 80 Fahrzeuge ausgemacht – Leute, die sich die obligatorischen Staus auf der Kirchheimer Straße sparen wollen.

Im November 2016 hat der Sillenbucher Bezirksbeirat die Stadtverwaltung daher gebeten zu prüfen, ob man nicht eine Barriere aufbauen kann, um den Schleichverkehr dauerhaft zu unterbinden. Zuvor waren im Gremium mehrere Beschwerden von Bürgern aufgeschlagen, die sich belästigt oder auch gefährdet fühlen.

Poller sollen noch in diesem Jahr kommen

Das Ergebnis präsentierte nun Andreas Hemmerich vom Stadtplanungsamt, und das lautet: Auch die Stadtverwaltung empfindet einen Stopp des Schleichverkehrs als richtig und wichtig. Wegen der Topografie und einer möglichen Gefährdung von Radlern sollen zwei schmale Poller direkt am Sillenbucher Ortsausgang, also oben auf dem Berg, installiert werden. Die Kleingärten und landwirtschaftlichen Flächen seien auch weiterhin erreichbar, betonte Andreas Hemmerich. Und die Feuerwehr sei ebenso von der Maßnahme überzeugt wie die Polizei. Fazit des städtischen Vertreters: Eine Umsetzung ist kurzfristig noch in diesem Jahr möglich.

Der Bezirksbeirat freut sich drüber – vor allem, dass sich zeitnah etwas tun wird. Lediglich Knut Krüger (FDP) brachte zum Ausdruck, dass er nichts von den Pollern hält, weil sich dadurch der Schleichverkehr nur auf andere Trassen verlagern werde. Andreas Hemmerich hielt dem entgegen, dass andere Feldwege weitaus weniger gut ausgebaut und daher wohl kaum attraktiv für Autofahrer seien, versprach aber, dass die Stadt mögliche Alternativ-Schleichwege im Auge behalten werde.

Die Hedelfinger Bezirksbeiräte lehnten gemeinsame Sitzung ab

Von den Hedelfinger Amtskollegen sind die Sillenbucher Bezirksbeiräte jedoch enttäuscht. Diese lehnten laut Bezirksvorsteher Peter-Alexander Schreck eine gemeinsame Sitzung ab – ohne Begründung. Die Filder-Räte waren verschnupft: „Wenn sie nicht mit uns reden wollen, können wir nur so beschließen“, sagte Philipp Kordowich (CDU). Auch Ulrich Storz (SPD) hätte sich eine gemeinsame Lösung gewünscht, im Hedelfinger Gremium wird die Sache aber erst kommende Woche präsentiert.

Redaktion Sillenbuch

Ansprechpartnerinnen
Judith A. Sägesser und Julia Bosch
sillenbuch@stz.zgs.de

Lesen Sie jetzt