Architektin Nikolina Popovic, die zur Wahl als Aushilfe beim Statistikamt arbeitet, zeigt im Rathaus den Weg zur Urne. Foto: Schwarz

Rund 100 000 Bürger haben bisher Briefwahl beantragt. Wer nicht auf den Postweg vertrauen möchte, kann seinen Stimmzettel im Rathaus in die Urne werfen.

Die Druckerei war schnell: Seit dieser Woche werden in der Landeshauptstadt die Unterlagen für die Briefwahl zugeschickt. „Wir haben bei 364 000 Wahlberechtigten rund 100 000 Anträge auf Briefwahl, hier im Rathaus und in den Bezirksämtern kann nun sofort gewählt werden“, sagte Ordnungsbürgermeister Clemens Maier (FW) am Mittwoch bei der offiziellen Eröffnung der Briefwahlstelle im Rathaus. Die Schalter öffneten bereits am Dienstag, an diesem Tag wählten hier bereits rund 370 Menschen. Die Zustellung der Briefwahlunterlagen „sollte bis Ende dieser Woche klappen“, sagte Matthias Fatke, Leiter des Statistischen Amtes.

 

Im Rathaus bis 18 Uhr geöffnet

Im Erdgeschoss des Rathauses kann an vier Schaltern die Wahlbenachrichtigung bei Vorlage des Ausweises gegen den Wahlschein, den Stimmzettel und den zusätzlichen Umschlag getauscht werden. Nach dem Gang in die Kabine kann man den roten Umschlag gleich in die Urne werfen. Die Wahltheke im Rathausfoyer am Marktplatz ist bis zum 20. Februar von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr geöffnet, am Freitag, 21. Februar, von 8 bis 15 Uhr. In den Bezirksämtern kann Montag bis Freitag von 8.30 bis 13 Uhr, Dienstagnachmittag von 14 bis 16 Uhr und Donnerstagnachmittag von 16 bis 18 Uhr gewählt werden.

Anträge von 3500 Auslandsdeutschen

Wer noch keine Wahlbenachrichtigung erhalten hat, kann sich beim Statistikamt unter Telefon 07 11 / 2 16 - 9 22 33 melden.

Am Wahlsonntag, 23. Februar, können Wahlbriefe bis 18 Uhr in den Briefkasten des Amtes in der Eberhardstraße 37 eingeworfen werden. Die vorgezogene Bundestagswahl stellt alle Kommunen vor eine große Herausforderung. „Unsere Vorbereitungen sind im Plan. Glücklicherweise können wir nicht nur im Amt, sondern in der gesamten Stadtverwaltung auf eine große Unterstützung zählen“, so Fatke. Sorge bereiten ihm die Postlaufzeiten, von denen Auslandsdeutsche betroffen sein können. Statt 2500 wie bei der vorangegangenen Bundestagswahl sind 3500 Anträge von Auslandsdeutschen eingegangen.