Die Querparkpätze auf der Friedrich-Ebert-Straße tragen dazu bei, die Geschwindigkeit gleich zu Beginn der Tempo-30-Zone zu drosseln. Sie sollen daher erhalten bleiben. Foto: Georg Friedel

Mit Fördergeld sollen zwei Step-Projekte im Stadtbezirk Stuttgart-Nord auf den Weg gebracht und umgesetzt werden. Es geht um die Aufenthaltsqualität im Bereich unterhalb der Weissenhofsiedlung und um eine Fläche am Pragfriedhof.

S-Nord - Seit 1998 fördert der Gemeinderat durch die Stadtentwicklungspauschale (Step) einzelne Vorhaben und Projekte, mit denen die Lebensbedingungen und Aufenthaltsmöglichkeiten der Bürger in ihrem direkten Umfeld verbessert werden sollen. Es geht um Plätze und Orte, die verschönert werden, um Bäume oder Beete, die gepflanzt werden, um Flächen, die entsiegelt und vom Verkehr beruhigt werden. Das Programm umfasst Spielplätze, Schulhöfe, Gedenkplätze, Nachbarschaftsprojekte und vor allem auch Maßnahmen für mehr Sicherheit im Straßenraum.

Wegen des Denkmalschutzes ist im oberen Bereich keine Veränderung möglich

Etwa 200 Projekte sind seit 1998 realisiert worden. Rund 21 Millionen Euro wurden investiert. Auch Stuttgart-Nord profitiert von dem kommunalen Topf. Und trotzdem braucht es Geduld bei der Umsetzung der Vorhaben. Viele Projekte verzögern sich, weil die veranschlagten Mittel nicht ausreichen, aber auch weil personell viele Fachämter auf Kante genäht sind.

Für Stuttgart-Nord wurden bisher 300 000 Euro pro Doppelhaushalt vergeben. Da sich aber zeige, dass die Projekte immer teurer werden und vom baulichen Aufwand genauso aufwendig seien wie in anderen Bezirken, werde die Verwaltung für den neuen Doppelhaushalt eine Aufstockung der Mittel auf 400 000 Euro beantragen, sagte Antje Sartorius vom Amt für Stadtplanung und Wohnen im Bezirksbeirat. Zwei Projekte sollen für den Etat 2022/23 angemeldet und in Angriff genommen werden. An erster Stelle steht die Friedrich-Ebert-Straße. Im oberen Bereich lasse der Denkmalschutz wegen der Weissenhofsiedlung zwar keinerlei Umgestaltung zu, berichtete Sartorius. Deshalb konzentrieren sich die Veränderungen nun auf die Knotenpunkte und Einmündungsbereiche der Friedrich-Ebert-Straße im Abschnitt zwischen der Nibelungenstraße bis hoch zur Rathenaustraße: Geplant sind in diesem Abschnitt eine Reihe von verkehrsberuhigenden Maßnahmen durch Gehwegnasen.

Wegen neuer Bäume werden einzelne Parkplätze wegfallen

Zudem sollen Bäume gepflanzt, Sitzgelegenheiten geschaffen und die Parkplätze teilweise anders angeordnet werden. Die Aufenthaltsqualität in der Tempo-30-Zone solle verbessert werden, sagte die Stadtplanerin. Und sie hatte eine weitere gute Nachricht parat: Auch das Tiefbauamt beteilige sich an der Finanzierung. Durch die Baumpflanzungen würden einzelne Parkplätze wegfallen. Unbedingt erhaltenswert sind aber die Schrägparkplätze im Bereich der Nibelungenstraße: „Diese tragen zur Temporeduzierung bei und sollten deshalb nicht weg“, sagte Bezirksvorsteherin Sabine Mezger. Für die Maßnahme sind 380 000 Euro im kommenden Doppelhaushalt veranschlagt.

Auch das Projekt „Vorplatz Pragfriedhof“ soll angegangen werden, nachdem die Fläche zuletzt wegen Stuttgart 21 noch nicht verfügbar war. Die Gleise sind inzwischen entfernt. Nun kann die öde Fläche an der Friedhofstraße schöner gestaltet werden. Hier geht es zunächst einmal darum, Planungsmittel in Höhe von 20 000 Euro für den Doppelhaushalt 2022/23 bereitzustellen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: