Stuttgart-Möhringen/-Degerloch Stadt plant neue Radwege in und um Degerloch

Von Tilman Baur 

An der Epplestraße fehlt bislang ein ausgewiesener Radweg. Foto: Timan Baur
An der Epplestraße fehlt bislang ein ausgewiesener Radweg. Foto: Timan Baur

Die Stadt Stuttgart investiert kräftig in den Radverkehr. Davon profitieren auch Degerlocher und Möhringer. Zum einen ist ein Radweg entlang der Epplestraße bei den Waldheimen geplant, zum anderen an der Jahnstraße.

Degerloch/Möhringen - Stuttgart steckt mehr Geld denn je in den Ausbau des Radwegenetzes. Rund 7,6 Millionen Euro sind allein im Doppelhaushalt 2018/2019 für den Ausbau der Hauptradrouten und weiterer Radwege vorgesehen – das entspricht einer Verdopplung des ursprünglichen Radetats. Auch die Radler in Degerloch und Möhringen profitieren, Degerloch sogar zweimal. Zum einen soll ein Radweg an der Epple-straße entstehen, der Degerloch mit Möhringen verbindet. Zum anderen will man den Radlern durch eine Verlängerung des bestehenden Radwegs an der Jahnstraße den Weg nach Stuttgart-Ost erleichtern. Je 100 000 Euro veranschlagt die Stadt dafür.

Parallel zur Epplestraße gibt es zwar bereits einige Abschnitte, auf denen Radfahrer und Fußgänger gleichberechtigt sind, doch handelt es sich dabei um Flickwerk. Wer etwa von der Freien Aktiven Schule in Degerloch über das Waldheim Richtung Möhringen radeln will, muss die dicht befahrene Epplestraße mit Autofahrern teilen. Diesen Abschnitt hatte auch die Gemeinderatsfraktion der Grünen bei ihrem Antrag im Blick. „Die Verbindung zwischen Waldheim und Sternhäule ist schlimm, da kann man nicht radfahren“, sagt die Betreuungsstadträtin Beate Schiener dazu.

Unklar ist, wo dort noch ein Radweg hinpassen soll

Wie auf der allerdings ohnehin engen und dicht befahrenen Passage noch ein Radweg passen soll, ist bislang ungeklärt. Vor allem auf dem Abschnitt zwischen der Kindertagesstätte Sterntaler und dem Daimler-Standort Möhringen staut sich der Verkehr häufig, zumal dort Linienbusse verkehren. Die Stadt hat laut der Sprecherin Ann-Katrin Gehrung nun zunächst Planungsbüros beauftragt. Diese sollen herausfinden, welche Wegverläufe und Lösungen möglich seien. Erst wenn Ergebnisse vorlägen, lasse sich Genaueres sagen.

Konkreter wird die Stadt in Sachen Jahnstraße: Hier soll auf einem 700 Meter langen Abschnitt im Kurvenbereich ein Radfahrstreifen markiert werden, der bis zur Abzweigung an der Kirchheimer Straße beim Fernsehturm reicht. Die Markierung soll im kommenden Jahr ausgeführt werden. Der bereits bestehende Radweg an der Jahnstraße ist seit Jahren umstritten.

Es kommt immer wieder zu gefährlichen Situationen

Vor allem auf dem Abschnitt zwischen dem Hospiz Sankt Martin und Königsträßle kommt es häufig zu gefährlichen Situationen zwischen Radfahrern und Fußgängern, da sie sich den Bürgersteig teilen. Als sehr gefährlich für Radler gilt die Überquerung der Jahnstraße auf dem Königsträßle in Fahrtrichtung Bopserwald. An der Stelle ist es in der Vergangenheit bereits zu Unfällen gekommen, da vom Fernsehturm kommende Autofahrer beim Linksabbiegen ins Königsträßle Radfahrer leicht übersehen.

Redaktion Degerloch

Ansprechpartner
Ralf Recklies
degerloch@stz.zgs.de

Lesen Sie jetzt