Die Anwohner im Seepark klagen über zu wenige Parkplätze. Die CDU fordert die Stadt auf, zu prüfen, ob weitere Parkplätze eingerichtet werden können. Foto: Sandra Hintermayr

Die Anwohner des Neubaugebiets klagen über zu wenige Parkplätze. Die CDU in Stuttgart-Möhringen hat einen Antrag aufgesetzt, in dem sie eine Überprüfung der Situation fordern. Zudem soll die Stadt die Bürger besser über Alternativen zum eigenen Auto informieren.

Möhringen - Die etwa 500 Wohnungen im Seepark sind mittlerweile bezogen. Mit der Parkplatzsituation allerdings sind einige Anwohner unzufrieden. Im Sommer haben sich die Mitglieder der Möhringer CDU die Lage vor Ort angeschaut und einen Antrag ausgearbeitet. „Das neue Wohngebiet wird durch eine Stichstraße und mehrere seitliche Querstraßen erschlossen. Die Querstraßen sind als Brandschutzzonen beschildert. Bewohner beklagen fehlende Parkplätze, Parksuchverkehr, aber auch die Missachtung der Parkverbotszonen“, heißt es in dem Schreiben.

„Bei der Begehung haben wir zusammen mit den Anwohnern drei wesentliche Punkte ausgemacht“, erklärte Fred Wagner im Möhringer Bezirksbeirat. Zum einen seien die vorhandenen öffentlichen Parkplätze oft durch Langzeitparker belegt. Kurzzeitparker wie Handwerker und Lieferanten finden dadurch keinen Stellplatz. Die CDU beantragt aus diesem Grund die Kennzeichnung einiger Parkplätze speziell für Kurzzeitparker. „Zudem soll die Stadt prüfen, ob in den Seitenstraßen weitere Stellplätze gekennzeichnet werden können“, sagte der Sprecher der CDU-Fraktion. Diese Straßen seien als Brandschutzzonen beschildert. Die CDU möchte prüfen lassen, ob weitere Parkplätze möglich sind, ohne den Brandschutz zu gefährden. Eine Möglichkeit sehen die Christdemokraten etwa an der ersten Querstraße rechts oberhalb der Zufahrt zur Tiefgarage.

Ein Stellplatz pro Wohnung reicht oft nicht aus

Wegen der guten Lage nahe der Stadtbahn sei die Zahl der Stellplätze im Seepark meist auf einen pro Wohnung festgelegt worden, schreibt die CDU in ihrem Antrag. Die Zugezogenen aber kämen zumindest teilweise aus Gegenden, die weniger gut erschlossen und in denen sie auf ein eigenes Auto angewiesen waren. „Es ist gut nachvollziehbar, dass der Bezug einer Wohnung im Seepark nicht gleichzeitig den Verzicht auf das Auto oder den Zweitwagen nach sich gezogen hat“, argumentiert die CDU.

Infos zur alternativen Mobilität auch für Altbürger

Im Sinne der Ziele des städtischen Mobilitätsmanagements soll die Verwaltung nun die Bürger über Alternativen zum eigenen Auto informieren, wie den ÖPNV und Carsharing-Möglichkeiten. „Wir möchten, dass mehr Werbung für alternative Mobilität gemacht wird, um den Individualverkehr einzuschränken“, sagte Wagner. Das sei nicht nur im Seepark wichtig, sondern auch für kommende Neubaugebiete, etwa auf dem ehemaligen Hansa-Areal. Die Christdemokraten befürwortet zudem eine Stellplatzbörse: Bewohner, die ihren Stellplatz nicht brauchen, sollen ihn vermieten, sodass keine Parkplätze unnötig leer stehen.

Einen ähnlichen Antrag hatte die CDU bereits im September in den Bezirksbeirat gebracht. Zu einer Abstimmung kam es damals aber nicht. Die übrigen Fraktionen regten an, das Schreiben noch einmal zu überarbeiten. Im erneuten Anlauf in der Dezembersitzung nahmen die Bezirksbeiräte den Antrag nun mehrheitlich an. „Man sollte Neubürger bereits von vornherein über alternative Verkehrsmittel informieren, sie von vornherein auf den richtigen Weg bringen“, sagte Dieter Bernhardt (SPD). Monika Herrmann-Lobreyer (Grüne) regte an, auch Bewohner von Bestandsquartieren aufzuklären. „Das ist ein allgemeines Thema, das nicht nur Neubaugebiete betrifft“, so Herrmann-Lobreyer.

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