Im Stuttgarter Stadtteil Vaihingen ist ein in praller Hitze im Auto eingesperrter Labrador gestorben.
Stuttgart - Der neun Jahre alte Labrador quälte sich, und er hatte keine Chance. Mindestens vier Stunden war er im Fahrzeuginnern eingesperrt, bei geschlossenen Fensterscheiben, die pralle Sonne brannte aufs Autodach. Als der Hund gerettet wurde, war es bereits zu spät. Der Vierbeiner starb Stunden später in einer Tierklinik.
Wie die Polizei am Montag mitteilte, spielte sich der Vorfall auf dem Gelände der Kelley Barracks an der Plieninger Straße in Möhringen ab. Die Ordnungshüter von der Ermittlungsgruppe Tierschutz erfuhren von dem Fall auf dem US-amerikanischen Kasernenareal nur deshalb, weil die dortige Militärpolizei nach dem Besitzer eines Autos mit Stuttgarter Kennzeichen suchte. Die Halteranfrage führte zu einer Amerikanerin, die offenbar in den Barracks beschäftigt ist. Sie wurde alarmiert und aufgefordert, ihr Fahrzeug sofort aufzuschließen.
Geldstrafe oder bis zu drei Jahre Haft
Die Frau versuchte ihren Hund noch zu retten, brachte ihn in eine Tierklinik. Dort starb der Labrador jedoch in der Nacht zum Samstag - vermutlich durch einen Hitzschlag und irreparable Hirnschäden.
Da die Amerikanerin Zivilistin ist und nicht Mitglied der Streitkräfte, wird sie sich nach deutschem Recht wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten müssen. "Es wird eine entsprechende Anzeige geben", sagt Claudia Krauth, Sprecherin der Stuttgarter Staatsanwaltschaft. Die Strafen können erheblich sein. Nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes droht eine Geldstrafe oder bis zu drei Jahre Haft.