Wer an der Kaltentaler Grundschule parken will, hat schlechte Karten. Die wenigen Parkplätze wurden aus Sicherheitsgründen gesperrt. Dabei wird es bleiben. Foto: Archiv G. Linsenmann

In diesem Schuljahr hat es mit dem Ganztagsschulbetrieb an der Kaltentaler Grundschule nicht geklappt. Kommende starke Schülerjahrgänge machen aber Hoffnung auf nächstes Jahr.

Kaltental - Diejenigen Kaltentaler Kinder, deren Eltern sie in die Ganztagsschule schicken wollten, bekommen dennoch tagsüber eine gute Betreuung. Sie gehen bis 16 oder 17 Uhr ins Schülerhaus, wo es wie bisher eine Früh- und eine Nachmittagsbetreuung gibt. Dort findet unter dem Schlagwort Schülerhaus Plus ein Erziehungsangebot von Erziehern und Lehrern statt. An zwei Nachmittagen, beichtete die Schulleiterin Jutta Heisig jüngst im Bezirksbeirat, gebe es die Schwerpunkte Kunst und Natur, an einem weiteren Nachmittag „das Erlebnis Sport“. Jetzt hat sie für die Schule einen Antrag für Fördermittel aus dem Qualitätsentwicklungsfonds gestellt. „Wir wollen für die Kinder ein ähnliches Musikangebot wie ,Musik für alle’.“

Die Eltern entschieden sich zunächst gegen den Ganztag

Vor rund einem Jahr hatte die Schulleiterin das Ganztagesschulangebot in den Raum gestellt und nach anfangs positiver Resonanz Ernüchterung erlebt: „Die Eltern haben sich schließlich dagegen entschieden. Statt der erforderlichen 25 Kinder waren es am Ende nur 19. Allerdings war es auch ein schwacher Jahrgang. Außerdem sind einige Eltern weggezogen, andere haben ihre Kinder in Privatschulen untergebracht.“ Nach großer Enttäuschung sei sie aber guter Hoffnung für das kommende Jahr: „Ich habe den Antrag erneut gestellt.“ Ihre Zuversicht, dass es dann klappen wird, bezieht die Schulleiterin aus der Gewissheit heraus, dass es sich bei den Klassen 1 und 2 um starke Jahrgänge handele. Ab 29 oder 30 Schülern könne man für den Nachmittag zwei Gruppen einrichten.

Was die Betreuung der Kinder anbelange, verhandle die Schule zur Zeit mit dem Kindersportverein. „Alle Eltern, die für ihre Kinder Betreuung wollen, haben sie“, versicherte Jutta Heisig. Schon jetzt schauten immer zwei Personen, ob die Kleinen Seh- oder Sprachschwierigkeiten hätten. Auch für die Anpassung des Musiksaals an breitere Angebote gebe es Unterstützung: „Wir brauchen ein Waschbecken für Kunstunterricht und eine Spiegelwand für Bewegung“, sagte Heisig.

Die Parksituation an der Schule ist schlecht

Den Hinweis des Bezirksbeirats Wolf-Dieter Wieland (FDP), viele Kinder gingen nicht in die Ganztagsschule, weil sie die ebenfalls gute Pädagogik auf der Kinder und Jugendfarm nutzten, unterzog die Pädagogin einem differenzierteren Blick. „Für manche Kinder, vor allem für diejenigen mit großem Freiheitsdrang, ist die Jugendfarm das Richtige. Wir haben aber auch Kinder, die dort nicht zurechtkommen und auch Eltern, die den Vogel bekommen, wenn die Kinder mit schmutzigen Kleidern nach Hause zurückkehren.“

Von Hans-Dieter Meißner (Freie Wähler) auf die schlechte Parksituation an der Schule angesprochen, sagte Jutta Heisig: „Ich habe von Anfang an gesagt, dass das Areal zu schmal für Parkplätze ist. Die Parkplätze, die jetzt eingezeichnet sind, werden zurückgebaut.“ Bereits im Dezember 2017 hatte das Schulverwaltungsamt die frisch markierten Parkplätze wieder abgesperrt. Dies ist aus Gründen der Sicherheit geschehen. Der Schulcontainer wurde auf den bisherigen Behindertenparkplätzen eingerichtet. Dafür musste an der Straße Ersatz geschaffen werden. Dadurch wiederum schrumpfte der Gehweg, der 1,50 Meter breit sein müsste, auf die Breite von 80 Zentimetern, was sich als zu gefährlich erwiesen hat. „Ich hatte deshalb einmal einen Auspuff am Bein“, sagte Jutta Heisig. Im Moment seien lediglich zwei Parkplätze, darunter ein Behindertenparkplatz, an der Grundschule vorhanden.

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