Unmittelbar nach Ende der Friedenspflicht hat die IG Metall ihre Warnstreiks in der deutschen Metall- und Elektroindustrie begonnen. Foto: dpa/Christoph Schmidt

Die IG Metall will in Baden-Württemberg mit Streiks den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Bei Bosch in Stuttgart postierten sich Mitarbeiter am Dienstagmorgen mit Fackeln vor dem Firmengebäude.

Stuttgart - Mit ersten Warnstreiks noch in der Nacht will die IG Metall in der laufenden Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie im Südwesten am Dienstag den Druck erhöhen.

Bei Bosch in Stuttgart, wo die Nachtschicht aufgerufen ist, die Arbeit niederzulegen, ist eine erste Kundgebung schon am frühen Morgen (4.30 Uhr) geplant. Fotos der Deutschen Presseagentur (dpa) zeigen Mitarbeiter mit Fackeln in der Hand vor dem Bosch-Werk in Stuttgart-Feuerbach.

Einen weiteren Demonstrationszug soll es am Vormittag beim Autozulieferer Mahle Behr in Stuttgart geben. Der Dienstag ist der erste Tag nach dem Ablauf der Friedenspflicht. Die IG Metall hat bundesweit zu Warnstreiks aufgerufen.

IG Metall fordert vier Prozent mehr Gehalt

Die Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft hatten in Baden-Württemberg Mitte Dezember begonnen. In bisher drei Runden haben sich beide Seiten aber nicht annähern können. Die vierte Runde soll kommende Woche stattfinden.

Die IG Metall fordert unter anderem vier Prozent mehr Geld - entweder in Form von Lohnsteigerungen oder als zumindest teilweisen Ausgleich, wenn ein Betrieb in der Krise die Arbeitszeit reduziert. Südwestmetall lehnt das kategorisch ab und verlangt, tarifliche Sonderregelungen zu streichen oder zu kürzen.

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