Rund 350 Studenten in Tübingen und Stuttgart-Hohenheim müssen derzeit auf warme Duschen verzichten. Bei einer Routinekontrolle wurden im Studierendendorf Waldhäuser-Ost in Tübingen sowie in einem Wohnheim auf dem Campus der Universität Hohenheim Legionellen entdeckt.

Tübingen/Hohenheim - Rund 350 Studenten in Tübingen und Stuttgart-Hohenheim müssen derzeit auf warme Duschen verzichten. Bei einer Routinekontrolle seien in einzelnen Wohnheimen im Studierendendorf Waldhäuser-Ost in Tübingen sowie in einem Wohnheim auf dem Campus der Universität Hohenheim Legionellen entdeckt worden, teilte das zuständige Studentenwerk am Freitag mit. Das Duschen mit kaltem Wasser sowie das Trinken und Kochen seien jedoch weiterhin möglich.

In den nächsten Tagen werde eine thermische Desinfektion in den Gebäuden durchgeführt, um die Legionellen abzutöten, hieß es beim Studentenwerk. Danach würden die Trinkwasseranlagen erneut geprüft.

Legionellen sind weltweit verbreitet. Sie gedeihen in warmem Süßwasser und können die Lungen von Menschen befallen, wenn zerstäubtes Wasser eingeatmet wird. Infektionsquellen sind daher häufig Klimaanlagen oder Warmwassereinrichtungen, in denen Dampf oder Sprühnebel entsteht. Die Infektion beginnt meist mit Husten, Durchfall und Fieber. Später kann es zu schweren Lungen- und Rippenfellentzündungen kommen.

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