Grillen am Max-Eyth-See ist nur noch in ausgewiesenen Bereichen erlaubt. Foto: Iris Frey

Am Max-Eyth-See gibt es neue Verhaltensregeln. Die Stadt hat sie im Bezirksbeirat vorgestellt. Die Schilder werden nun gedruckt und sollen bis Jahresende respektive Anfang Januar aufgestellt werden.

Hofen - Während dieser Tage das große Fischsterben im Max-Eyth-See für Diskussionen sorgen, hat das Garten-, Friedhofs- und Forstamt im Zusammenwirken mit anderen Ämtern eine neue Beschilderung ausgearbeitet, die für die Besucher Verhaltensregeln am Max-Eyth-See festlegt. Diese hat Kilian Bezold vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt kürzlich im Bezirksbeirat vorgestellt.

 

In der neuen Ordnung wird der Grillbereich eingeschränkt und ist lediglich in einem speziell ausgewiesenen Bereich in der Nähe der Haltestelle Wagrainäcker erlaubt. Grillen ist zudem künftig nur von 8 bis 20 Uhr, im Sommer bis Einbruch der Dunkelheit, zulässig und nur mit Grillgeräten, die mindestens 30 Zentimeter Abstand über dem Boden haben. Die Grillwiese werde beschildert, hieß es von städtischer Seite. Und es werde Hinweistafeln zur Müllentsorgung in vier Sprachen geben: auf Deutsch, Englisch, Türkisch und Arabisch. An jedem Eingang zum See werden die Übersichtstafeln mit den Regeln, die zuvor mit dem Umweltamt abgestimmt wurden, angebracht sein. Ein weiterer Punkt: „Es soll eine verbindliche Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr gelten. Zelten und Nächtigen ist nicht erlaubt,“ erklärte Bezold.

Feuerwerksverbot

Weiterhin gilt das Bade- und Schlittschuhlaufverbot. Schließlich könne die Wasserqualität und Eisfestigkeit nicht garantiert werden. Geangelt werden darf im See nur mit einem Berechtigungsschein. Radfahrer dürfen am Wochenende und an Feiertagen auf dem Neckardammweg nur auf dem Fuß-/Radweg im Schritttempo fahren. Zudem gibt es ein Verbot für Böller. Und: Es darf kein Feuerwerk abgebrannt werden. Auch für den Uferbereich sind Verhaltensregeln vorgesehen – samt Hinweisen auf Strafen. Was den Fuß-/Radweg am Neckardammweg betrifft, so wurden Bezold vonseiten des Bezirksbeirats der Auftrag mitgegeben, zu prüfen, ob das vorgeschlagene Fuß/-Radweg-Schild die richtige Wirkung entfalte. So wurde gewünscht, dass auf diesem die Fußgänger oberhalb zu sehen sind und die Radfahrer darunter, damit sie die Schrittgeschwindigkeit einhalten. Zum Thema Waldbrandgefahr werde es ebenfalls Sonderschilder geben und man werde ein daraus entstehendes Grillverbot in der Zeitung ankündigen.

Konsequente Verfolgung von Regelverstößen

Mitte November sollen die Schilder hergestellt sein und im Dezember und Januar am See aufgestellt werden. Der Bezirksbeirat stimmte einstimmig dafür.

In dem Gremium wurde zudem der Antrag der CDU auf mehr Kontrollen am See einstimmig abgesegnet. In diesem fordert der Bezirksbeirat die Stadtverwaltung auf, die Einhaltung der Regelungen am Max-Eyth-See häufiger zu überwachen und Verstöße konsequent zu verfolgen – sei es beim Grillen, bei der Zufahrt oder auch in der Frage der angemessenen Lautstärke. Dies sei auch mit Blick auf das neue Nutzungskonzept zu sehen, das im kommenden Jahr realisiert werden soll. Dies gelte ebenfalls für das Parken im Umfeld des Max-Eyth-Sees. So sollen die dazu erforderlichen Personalstellen dauerhaft bereitgestellt werden. Die konsequente Verfolgung von Regelverstößen hält der Bezirksbeirat für die einzige Möglichkeit, den verschiedenen Interessenslagen gerecht zu werden und den Erholungswert dieses Gebiets mit seinem großen Anteil von schützenswerter Natur zu erhalten.