Die U15 soll nach dem Willen der SSB während des Pendlerverkehrs weniger oft bis nach Heumaden durchfahren. Foto: Caroline Holowiecki

Mit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember wird es weniger U-Bahn-Fahrten von und nach Stuttgart-Heumaden geben. Die CDU-Fraktion im Bezirksbeirat Sillenbuch ist damit nicht einverstanden und nennt gewichtige Gründe.

Heumaden - Die Sillenbucher Bezirksbeirats-CDU ist nicht gut auf die Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) zu sprechen. Die wollen nämlich zum Fahrplanwechsel, also bereits vom 10. Dezember an, die Verkehrszeiten der U 15 einschränken. Im Pendlerverkehr endet die nämlich nicht an der Ruhbank, sondern fährt im Verlauf der U 7 weiter durch Sillenbuch bis nach Heumaden. Dieses Angebot soll jedoch in Bälde verringert werden. „Vormittags und nachmittags sollen jeweils drei Zugpaare entfallen und damit das Angebot jeweils 30 Minuten früher enden als bislang der Fall“, heißt es in einem Antrag der CDU-Fraktion, der in der Bezirksbeiratssitzung am 15. November aufs Tapet kommen soll.

Und tatsächlich: Birte Schaper, eine SSB-Sprecherin, bestätigt, dass drei Fahrten der U 15 ab Heumaden mit dem Fahrplanwechsel wegfallen werden, nämlich die um 8.03, 8.13 und 8.23 Uhr. Gleichermaßen werden drei Abendfahrten nach Heumaden gestrichen, und zwar die mit Ankunft um 18.28, 18.38 und 18.48 Uhr.

Das passe nicht zu den politischen Zielen

Die CDU ist darüber erbost. Die Kernforderung des Antrags: Die SSB sollen die Verkehrszeiten der U 15 nach Heumaden mindestens auf dem aktuellen Stand belassen. „Die mit dem Fahrplan 2018 vorgesehene Angebotsreduzierung ist zurückzunehmen“, heißt es, denn die passe nicht zu dem politischen Ziel, die Attraktivität des ÖPNV zu steigern und dadurch eine Verlagerung von der Straße auf die Schiene zu erreichen. Die SSB-Sprecherin hält indes dagegen, dass die fraglichen Fahrten von nur sehr wenigen Fahrgäste genutzt würden, „zum andern trägt es zur Betriebsstabilität der U 15 und damit auch des gesamten Netzes bei, wenn diese Bahnen an der Ruhbank wenden“.

Zu den Hauptverkehrszeiten sei die U7 nicht zumutbar

Schwer zu glauben, dass sich die Sillenbucher Beiräte damit zufriedengeben werden. Bereits mehrfach haben sie moniert, dass es in den U-Bahnen von und nach Sillenbuch zu eng zugeht. So hatte etwa Knut Krüger (FDP) bei der Vorstellung des Entwurfs des Nahverkehrsentwicklungsplans im Juni eine Verlängerung der U 15 gefordert. „Zu den Hauptverkehrszeiten ist die U 7 nicht mehr zumutbar“, hatte er seinerzeit gesagt. Bei den Stellungnahmen zum Nahverkehrsentwicklungsplan im September hatte das Gremium zudem abermals bekräftigt, dass es sich dauerhaft eine U-15-Verlängerung bis Kemnat beziehungsweise Scharnhausen wünscht. Für die CDU-Fraktion konterkariert der neue Fahrplan diese Ziele. „Wir erachten es vielmehr für dringend geboten, die Attraktivität der Linie U 15 deutlich zu erhöhen und die in den letzten Jahren erfolgten Verschlechterungen zurückzunehmen“, heißt es im Antrag.

Zudem sollen in den Zeiten, in denen die U 15 nicht bis Heumaden verkehrt, attraktive Anschlüsse an der Ruhbank sichergestellt werden. „Die derzeitigen Anschlussbeziehungen mit Wartezeiten von bis zu 17 Minuten sind alles andere als attraktiv.“

Das Gremium berät am 15. November den Antrag

Die nächste Sitzung des Bezirksbeirats am 15. November beginnt um 18.30 Uhr in der Waldorfschule Silberwald. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Bürgeranfragen, die Vorstellung des neuen Meile-Geschäftsstellenleiters, die Bezuschussung von wiederkehrenden Projekten aus dem Budget zur Förderung von bürgerschaftlichem Engagement, Anträge, Anfragen sowie Verschiedenes.

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