Ein Stuttgarter ist am Montag beim Geldwechseln bestohlen worden. Foto: dpa (Symbolbild)

Ein Mann will einen 100-Euro-Schein wechseln. Häufig machen sich Langfinger mit dieser Masche an ihre Opfer heran. Doch in diesem Fall ist alles ein bisschen anders.

Stuttgart - 100 Euro hat ein Passant am Montagabend verloren, weil er einem fremden Mann misstraute. Für die Polizei ist der Fall etwas rätselhaft, da normalerweise die Rollen bei dieser Masche anders verteilt sind. Ein 32 Jahre alter Mann hat am Montag gegen 20.30 Uhr vor dem Einkaufszentrum Gerber an der Marienstraße einen Fremden um Hilfe gebeten. Er hatte nur einen 100-Euro-Schein dabei, brauchte aber kleine Scheine für eine Besorgung, meldet die Polizei. Er sprach einen Mann an, kam mit ihm ins Gespräch und erfuhr, dass der Fremde sich Murat nannte. Er bat ihn um den Gefallen. Der Mann namens Murat erklärte sich bereit, das Geld zu wechseln. Er ließ sich den Hunderter geben – und suchte dann damit das Weite. Der betrogene 32-Jährige aus Degerloch zeigte den Diebstahl bei der Polizei an. Den Täter beschrieb er als etwa 35 Jahre alt und 1,77 Meter groß. Er hatte schwarze kurze Haare, einen Dreitagebart und trug schwarze Kleidung. Zeugen werden gebeten, sich beim Polizeirevier Hauptstätter Straße unter der Telefonnummer 0711/8990-3100 zu melden.

Oft greifen Diebe den hilfsbereiten Passanten ins Scheinfach

Wenn es die Polizei mit Opfern von Geldwechseltricks zu tun hat, dann sind die Rollen meist andersherum verteilt: Die Täter sprechen in solchen Fällen ihre potenziellen Opfer an und bitten darum, Geld gewechselt zu bekommen. Wenn sie an hilfsbereite Menschen geraten, die ihre Geldbörse öffnen, besteht ein Trick darin, schnell ein paar Scheine unbemerkt daraus zu stehlen. Ende Februar wurde auf diese Weise ein 86-jähriger Mann in Möhringen zum Opfer: Er wurde um Münzgeld gebeten, dabei griff der Täter in den Geldbeutel und nahm hundert Euro heraus.

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