Esel und Pferde teilen sich den Unterstand der Jugendfarm Freiberg/Rot. Er ist in die Jahre gekommen und soll möglichst noch in diesem Jahr einem Neubau weichen. Foto: Jugendfarm (z)

Der Futterstand ist in die Jahre gekommen. Ein Neubau kostet rund 40 000 Euro, ein Viertel der Summe fehlt jedoch noch.

Freiberg - Man braucht kein Experte zu sein, um zu erkennen, dass der Futterstand der Jugendfarm Freiberg/Rot in einem schlechten Zustand ist. Das Dach wellt sich, die darüberliegende Plane wird mit mehreren Steinplatten gegen das Wegwehen gesichert. Auch der ein oder andere Stützpfeiler steht windschief. Einsturzgefährdet sei das Bauwerk, das der Verein vor mehreren Jahrzehnten in Eigenregie aufgebaut hat, zwar noch nicht, sagt Vorstandsmitglied Stefanie Braun. Auch vor Regen und Sonne seien die Pferde und Esel, die tagsüber im Futterstand sind, noch geschützt. „Auf Dauer ist es jedoch kein Zustand mehr.“

Ein Neubau muss her. Jedoch sollen dieses Mal nicht die Ehrenamtlichen zu Hammer und Säge greifen. „Wir haben einfach zu wenig Handwerker in unseren Reihen.“ Stattdessen soll eine Firma möglichst noch in diesem Jahr den Unterstand bauen. „Der Kostenvoranschlag für die Sanierung liegt bei rund 40 000 Euro. Unter anderem muss die Stützmauer zur angrenzenden Fläche aufgrund des Gefälles erneuert werden. Die Hälfte der Kosten übernimmt die Stadt, die andere Hälfte muss der Verein selbst tragen. „Etwas mehr als 10 000 Euro haben wir schon zusammen.“

22 Zahlungen eingegangen

Die Jugendfarm trägt sich durch Spenden, Zuschüsse und einige wenige Mitgliedsbeiträge. Seit mehreren Jahren versucht der Verein, Rücklagen für die Finanzierung des Eigenanteils zu bilden und Spenden zu sammeln. Da aber das Geld insgesamt knapp ist und auch noch andere Maßnahmen auf der Farm finanziert werden müssen, ist momentan noch eine Finanzierungslücke von circa 10 000 Euro offen. Jetzt hoffen die Verantwortlichen auf die Hilfe aus der Bürgerschaft und haben über eine Online-Spendenplattform einen Aufruf gestartet. Dort sind bislang 22 Zahlungen zwischen 5 und 500 Euro eingegangen. „Für eine schützenswerte Oase für unsere Kinder“ hat ein anonymer Spender 250 Euro bereitgestellt. Er dankt zudem allen Mitarbeitern der Jugendfarm „für ihren unermüdlichen Einsatz“. Eva Herbert, die Vorsitzende der Jugendfarm, hat ebenfalls 100 Euro beigesteuert. Sie wünscht sich, dass „unsere Ponys ein Dach über dem Kopf haben und zugleich einen Platz für unsere Kinder, an dem sie ihre geliebten Vierbeiner ganz nah sein, sie striegeln und knuddeln können.“

Bislang sind bei dem Spendenportal insgesamt 1721 Euro, sprich 17 Prozent, der benötigten Summe eingegangen. Am Neubau führt aus Sicht von Stefanie Braun aber kein Weg vorbei. Sollten alle Stricke reißen, werde der Verein ein zinsloses Darlehen aufnehmen.

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