Stuttgart-Dürrlewang So soll der Dürrlewang-Park künftig aussehen

Von Alexandra Kratz 

Zum Teil gibt es das blaue Band im Grünzug Dürrlewang schon. Dieses soll fortgeführt werden. Die konkrete Gestaltung ist aber abhängig davon, wie es mit der ehemaligen Ladenfläche (im Hintergrund) weitergeht. Foto: Alexandra Kratz
Zum Teil gibt es das blaue Band im Grünzug Dürrlewang schon. Dieses soll fortgeführt werden. Die konkrete Gestaltung ist aber abhängig davon, wie es mit der ehemaligen Ladenfläche (im Hintergrund) weitergeht. Foto: Alexandra Kratz

Der Grünzug in Stuttgart-Dürrlewang wird schöner. Die Arbeiten könnten 2019 beginnen. Das Projekt kostet 2,72 Millionen Euro. Die Stadt zahlt aber nur einen Teil der Summe.

Dürrlewang - Seit Oktober 2015 ist Dürrlewang im Förderprogramm „Soziale Stadt“. Das bedeutet, dass die Kommune Zuschüsse von Land und vom Bund bekommt, um städtebauliche Missstände zu beheben und den Stadtteil attraktiver zu machen. Als einer der ersten Schritte will die Verwaltung nun den Grünzug Dürrlewang umgestalten. Dieser besteht aus der Grünanlage an der Osterbronnstraße und dem Dürrlewang-Park. Wolfgang Ziegler und Gerald Aichele vom Garten- und Friedhofsamt sowie Heike Lambor vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung haben am Dienstagabend die Pläne im Vaihinger Bezirksbeirat vorgestellt.

Wasser als wichtiges Element im Park

Die großen Rasenflächen in der Mitte des Dürrlewang-Parks bleiben erhalten. Am nördlichen Wiesenrand, entlang der Ladenzeile, werden Sitzbänke neu gruppiert. Der Platz, auf dem sich heute ein Wasserbecken befindet, wird attraktiver. Er soll auch künftig Raum für gelgenetliche Feste bieten und an allen Tagen zum Verweilen und Spielen am Wasser einladen. Ohnehin verstehen die Landschaftsarchitekten das kühle Nass als wichtiges Element im Dürrlewang-Park. Darum wird der vorhandene Wasserlauf erhalten, auch wenn er zeitweise trocken liegt. Er bekommt im westlichen Drittel eine neue Natursteineinfassung, im östlichen Teil wird er als offener Wiesenlauf geführt. In der Ladenstraße sind neue Gehwegbeläge aus Betonpflaster vorgesehen. Sie sollen heller und damit freundlicher sein. Teilweise wird das Trottoir etwas breiter. Viel Grün falle aber nicht weg, versicherte Heike Lambor vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung.

Der Grünzug wird zum Wohnzimmer

Der Dürrlewang-Park soll das Wohnzimmer des Stadtteils werden. Damit es dort richtig gemütlich wird, sehen die Planer Bereiche zu verschiedenen Themen vor, die sie Balkone nennen. Zum Beispiel einen mit Tischtennisplatte, Tischkicker und Slacklines. Die Besucher des Awo-Begegnungszentrums wollen auf einem der Balkone Boule spielen und bekommen diesen Wunsch erfüllt. In einem anderen Bereich wird es Tische und Spielekisten geben. Dort können die Dürrlewanger Platz nehmen und zum Beispiel einen Skat klopfen. Für die Kleinen dürfte der neue Spielplatz mit einem großen Kletter- und Balancierbereich, Sandkasten und Nestschaukel interessant werden. Darüber hinaus ist eine Freiluftbibliothek vorgesehen. In wetterfesten und thematisch sortierten Bücherkisten können die Dürrlewanger ausgelesene Bücher einstellen und sich mit neuem Lesefutter versorgen. Rundum stehen Liegestühle und Hocker.

Ein blaues Blumenband

Die Planungen zur Grünanlage im Westen sind noch vorläufig. Denn sie sind abhängig von der Umgestaltung der Osterbronnstraße und dem privaten Neubauvorhaben auf der ehemaligen Einzelhandelsfläche an der Osterbronnstraße 48-50. Die Osterbronn­straße soll schmaler werden. Radfahrstreifen und Baumreihen sind geplant. An der Osterbronnstraße 50 baut die Bietigheimer Wohnbau derzeit ein Mehrfamilienhaus. Im Erdgeschoss soll der Discounter Lidl einziehen. Der Entwurf der Landschaftsarchitekten für die Grünanlage sieht vor, durch die Wiese vor den Gebäuden 50 bis 54 ein blaues Blumenband zu ziehen.

Finanzierung und Zeitplan

Die Umgestaltung des Grünzugs Dürrlewang kostet insgesamt 2,72 Millionen Euro. Dank des Förderprogramms Soziale Stadt übernehmen Bund und Land zwei Drittel des Betrags. Der Bezirksbeirat hat dem Projekt zugestimmt, der Gemeinderat entscheidet endgültig am 28. Juni. Die Arbeiten könnten Mitte 2019 beginnen.

Redaktion Vaihingen

Ansprechpartner
Rüdiger Ott und Alexandra Kratz
vaihingen@stz.zgs.de

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