Stuttgart Diesel-Fahrverbote treffen Pendler nach Ferien-Ende

Von red/dpa/lsw 

Ein Schild weist auf das Fahrverbot für Dieselfahrzeuge hin. Foto: dpa
Ein Schild weist auf das Fahrverbot für Dieselfahrzeuge hin. Foto: dpa

Seit dem neuen Jahr dürfen in Stuttgart keine Diesel-Autos mit der Abgasnorm 4 oder schlechter fahren. Unklar ist noch, wie gut sich die Bürger darauf eingestellt haben.

Stuttgart - Nach dem Ende der Weihnachts- und Neujahrsferien müssen sich in Stuttgart erstmals zahlreiche Berufspendler mit dem Diesel-Fahrverbot auseinandersetzen. Die Stadt verwies auf die zahlreichen Info-Kampagnen und hoffte, dass viele Menschen Bescheid wissen und sich darauf eingestellt haben.

„Wir wissen nicht genau, wie sich jeder Einzelne vorbereitet hat“, sagte eine Stadtsprecherin. Betroffene Pendler könnten beispielsweise Fahrgemeinschaften bilden oder die S-Bahn nehmen. Die Bahn setzt keine zusätzlichen S-Bahnen ein - alle zur Verfügung stehenden Fahrzeuge seien bereits im Einsatz, sagte ein Sprecher.

Um den Zugang zum öffentlichen Nahverkehr zu erleichtern, sollen Autofahrer bald zwei spezielle Park-and-Ride-Parkhäuser anfahren dürfen, die derzeit noch innerhalb der Umweltzone liegen. Details dazu sind aber noch unklar.

Für Montag keine speziellen Polizeieinsätze geplant

Die Polizei plante für Montag keine speziellen Einsätze. „Wenn wir eine Laser-Messung machen oder eine Gurt-Kontrolle, kontrollieren wir auch auf die Diesel-Verbote“, sagte ein Polizeisprecher. Extra-Kontrollen soll es nach wie vor nicht geben.

Als erste deutsche Großstadt führte Stuttgart zum 1. Januar Diesel-Fahrverbote für eine gesamte Umweltzone ein. Betroffen sind Diesel der Abgasnorm 4 und schlechter. Das gilt mit wenigen Ausnahmen im ganzen Stadtgebiet. Anwohner haben bis 1. April eine Übergangsfrist. Polizei und Stadt kündigten an, bei Verstößen zunächst eine Weile noch ein Auge zuzudrücken.

Verstöße gegen das Verbot werden künftig aber mit einem Bußgeld von 80 Euro geahndet. Rechtsgrundlage ist das Bundesimmissionsschutzgesetz. Zuzüglich Gebühren und Auslagen erwarten den Sünder eine Rechnung in Höhe von 108,50 Euro - aber es gibt keinen Punkteeintrag im Fahrerlaubnisregister.

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