Übung am Stuttgarter Hauptbahnhof So täuschend echt wirkt die Anti-Terror-Übung

Von red/ ceb 

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch findet am Hauptbahnhof in Stuttgart eine der bundesweit größten Anti-Terrorübung statt. Etwa 1000 Beteiligte nehmen an den verschiedenen Szenarien teil.

Stuttgart - Kunstblut und falsche Wunden: In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wird der Stuttgarter Hauptbahnhof zum Übungsgelände für die Polizei. Grund ist eine große Terrorübung.

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Mit rund 1000 Beteiligten wollen Beamte der Bundes- und der Landespolizei dort mögliche Szenarien eines Terroranschlags durchspielen. Unterstützung kommt bei der Übung in der Nacht vom Technischen Hilfswerk und der Feuerwehr. Auch vermeintlich verletzte Statisten mit Theaterschminke sind Teil des Szenarios.

Die Terror-Bedrohung ist anhaltend hoch

Es handle sich um die größte einer bundesweiten Reihe von Übungen, sagte Peter Holzem, Präsident der Bundespolizeidirektion Stuttgart. Schüsse und Explosionen wurden simuliert. Nach den Anschlägen wie in Paris oder Berlin brauche die Polizei neue Einsatzstrategien, sagte Holzem. Es sei möglich, dass Streifenpolizisten nun mit besonders gefährlichen und kampferprobten Verbrechern zu tun bekämen. Die Terror-Bedrohung sei anhaltend hoch.

Für die Übung sollen von 20 Uhr an sechs Gleise und Teile der Empfangshalle abgesperrt werden. Laut Deutscher Bahn soll es trotz der Übung zu keinen Ausfällen im Bahnverkehr kommen. Die Übung dauert von 22 Uhr bis 5 Uhr am Mittwochmorgen. Den 11. September hat man nach Angaben der Polizei nicht absichtlich zum Jahrestag der Anschläge auf das World Trade Center im Jahr 2001 gewählt, man habe einfach keinen anderen Termin gefunden.

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