Die Stuttgarter Weinwanderwege führen durch die malerischen Landschaften der Weinberge in der Umgebung und auch zentrumsnah. Foto: Lichtgut - Oliver Willikonsky

In punkto Weinwanderwege ist Stuttgart gut aufgestellt. Sowohl gemütliche Spaziergänger als auch Langstreckenfans kommen auf ihre Kosten. Wir haben die schönsten Routen ausgesucht.

Stuttgart - Weinliebhaber kommen in Stuttgart auf ihre Kosten. Die Landschaft rund um den Kessel ist ein Paradies für Fans von Weinwanderungen. Im Folgenden sind die schönsten Wanderungen beschrieben.

Rundweg von Obertürkheim nach Untertürkheim

Strecke: 11 Kilometer

Dauer: 4 Stunden

Highlights: Villa Kayser, Collegium Wirtemberg, Weinbaumuseum Stuttgart, Grabkapelle auf dem Württemberg

Einkehrmöglichkeit: Rotenberger Weingärtle

Beschreibung:

Der Start: Die Weinberge im Blick geht’s los beim Bahnhof Obertürkheim. Vorbei an der Post, biegen Spaziergänger nach dem Zebrastreifen links in die Augsburger Straße ein. 150 Meter weiter führt der Weg rechts in die Uhlbacher Straße.

Erste Highlights: Nach einem kurzen Anstieg in der Uhlbacher Straße passieren die Weinwanderer die Villa Kayser, eine öffentlich zugängliche Grünanlage. Kurz verschnaufen oder wen es weiter drängt: Am Schild „Friedhof“ in die Kirchsteige abbiegen. 300 Meter geht es hinauf zur öffentlichen Ruhestätte. Ins Schwitzen kommen lohnt sich ab hier: Oben angekommen, verläuft die Route entlang der Friedhofsmauer.

Der Blick ins Schwabenländle: Nach 100 Metern genießen die Wanderer den schönen Ausblick auf die Weinberge. Danach wählt man die zweite Abzweigung nach rechts, bevor es nun leicht bergab geht. Der weitere Weg führt auf die Uhlbacher Kelter des Collegium Wirtemberg zu. Kurz danach hat man die Möglichkeit, das Weinbaumuseum Stuttgart zu besuchen.

Anschließend erreicht man den Ortseingang von Uhlbach. Von hier aus geht es weiter in Richtung Weinberge. Kurz darauf bieten sich Sitzgelegenheiten mit einem wunderbaren Blick in die Weinberglandschaft. Schließlich geht es weiter in die Götzenbergstraße.

Dort angekommen, ist der Blick auf die Grabkapelle einfach beeindruckend.

Der letzte Anstieg: Die Route führt nun bis in den kleinen Ort Rotenberg. Von einem der schönsten Aussichtspunkte Stuttgarts schweift der Blick übers Neckartal mit Blick bis zur Schwäbischen Alb (bei schönem Wetter). Die Grabkapelle auf dem Württemberg ist eine Besichtigung wert.

Der Heimweg: Der Abstieg führt die Württemberg-Erklimmer vorbei an der Weinstube Rotenberger Weingärtle nach links in die Straße „Im Graben“, danach in die Württemberger Straße. Weiter geht’s auf einem schmalen Pfad vorbei am Collegium Wirtemberg. Rund um den Mönchsberg geht es jetzt zurück nach Obertürkheim. Nach den Aussiedlerhöfen gehen die Wanderer links bergauf. Nach einer Weile nähern sie sich wieder Obertürkheim. Die letzten Meter führen sie wieder an den Ausgangspunkt zurück.

Vom Max-Eyth-See zum Burgholzhof

Strecke: 8,5 Kilometer

Dauer: 3 Stunden

Highlight: Burgholzhofturm mit Aussicht auf Stuttgart, Bad Cannstatt und das Neckartal.

Einkehrmöglichkeit: Der Burgholzhofturm wird in den Sommermonaten (1. Mai bis Ende Oktober) an Wochenenden und Feiertagen von verschiedenen Vereinen bewirtschaftet.

Beschreibung:

Der Start: Gestartet wird an der U-Bahn-Haltestelle Wagrainäcker. Gleich danach laufen die Spazierläufer über die Aubrücke und gelangen über eine Treppe ans Neckarufer. Hier folgen sie der Austraße. Nach 200 Metern führt ein schmaler Weg auf den Schnarrenberg, kurz darauf geht es steil hinauf durch die Weinberge.

Die Highlights und der Blick ins Schwabenländle: Der höchste Punkt der Wanderung ist bei den Sportplätzen des TV Cannstatt erreicht. Die nächste Abbiegung nach links eröffnet den Weg in einen kleinen Park, der in Richtung des Burgholzhofes sowie des Burgholzhofturmes führt.

Der Heimweg: Nach einem kurzen Stück wenden sich die Wanderer links auf das Robert-Bosch-Krankenhaus zu.

Nach einer weiteren Abbiegung nach links sind die Spaziergänger mitten in den Weinbergen am Pragsattel angekommen. Der Wanderweg folgt einer kleinen Straße zurück zum Robert-Bosch-Krankenhaus. Nun wendet man sich nach rechts und flaniert entlang des Bergkammes an den Anbaugebieten von Trollinger, Lemberger und Weißburgunder vorbei bis zu einem Wohngebiet.

Der folgende schmale Weg führt zur Straße „Am Wolfersberg“, von der aus man zum Park und den Sportplätzen des TVC gelangt. Das ehemalige Wetteramt wird noch passiert bis es wieder über die Aubrücke zurück zum Ausgangspunkt geht.

1. Etappe der Weinwanderung durch Hedelfingen und Rohracker

Strecke: 6,5 Kilometer

Dauer: 2,5 Stunden

Highlights: Aussichtspunkt Lenzenberg mit einer Aussicht bis zur Schwäbischen Alp bei gutem Wetter.

Einkehrmöglichkeit: Der Aussichtspunkt Lenzenberg und die Weingärtnergenossenschaft Hedelfingen

Beschreibung: Die folgende Strecke lässt sich in zwei Etappen einteilen.

Der Start: Los gehts an der Haltestelle Dürrbachstraße. Die Wanderer gehen auf jenem Weg, der rechts abbiegt und wenige Meter parallel zur Straße verläuft. Er überquert wenig später den Dürrbach. Nun geht es bergauf bis zu einer Spitzkehre, in die rechts eingebogen wird.

Erste Highlights: Bald taucht der weiße Turm der Katholischen Kirche von Rohracker auf, auf den Hügeln darüber liegt Sillenbuch. Vorbei an Rebstöcken in Steillagen kommt man an eine Kreuzung, an der man sich rechts hält. Schon bald erscheint der Obst- und Gartenbauverein Hedelfingen. Ein paar Minuten später erreichen die Spazierläufer das steinerne Wappen Hedelfingens. Danach gehen sie zunächst links und dann rechts.

Der Blick ins Schwabenländle: Bald erreicht man den Aussichtspunkt Lenzenberg. Hier kann mit mit ein wenig Glück bis zur Schwäbische Alb sehen. Auf der anderen Fluss-Seite sieht man die Grabkapelle, den Württemberg und das Hafengelände Stuttgarts.

Der Heimweg: Der Wegbiegung nach rechts folgend, gelangen die Wandersleut’ zurück zum steinernen Wappen, hier geht es links bergab. Von hier lohnt sich ein Abstecher in den Ortskern von Hedelfingen. Nach der Überquerung der Rohrackerstraße gelangt man in die Heumadener Straße. Das Bezirksrathaus trägt einen ganz besonderen Schmuck: Eine Skulptur in Form einer Birne, die „Hedelfinger Knausbira“.

Nach einem Stück durch die Weinberge auf dem Rundwanderweg, geht es nach links am Engenbergbrünnele vorbei. Der zweite Weg links danach bringt die Wanderer zurück zum Ausgangspunkt.

2. Etappe des Weinwanderwegs Hedelfingen-Rohracker

Strecke: 5,6 Kilometer

Dauer: 2 Stunden

Einkehrmöglichkeit: Das Gasthaus Waldhorn.

Beschreibung:

Der Start: Am Ausgangspunkt Haltestelle Dürrbachstraße laufen die Wanderer die Straße bergab und überqueren den Dürrbach. Danach wenden sie sich nach links Richtung Dürrbachstraße.

Die Highlights: Durch die Gartenanlage „Am Weißen“ geht es bergauf in die Serpentinen. Schon bald erstreckt sich vor den Wanderern ein Waldstück. An den Sportanlagen des SKV Rohracker biegen sie links in die Rosengartenstraße ein. Nach wenigen Metern folgt man der Spitzkehre nach links Richtung Tal.

Nach einem kurzen Stück durch die Rohrackerstraße, führt eine Staffel hinab zur Tiefenbachstraße. Anschließend biegen die Wanderer links in einen Weg, der wieder in die Weinberge führt. Nach der Jaiserklinge folgen sie zweimal hintereinander der rechten Abbiegung.

Auf Höhe eines Sendemasts, der bald erscheint, können die Wanderer eine kleine Entdeckung machen. Auf einem der Sandsteine ist der Kopf eines Mannes mit einem imposanten Schnurrbart zu sehen. Wahrscheinlich stammt dieser kunstvoll verzierte Stein von den Trümmern eines Stuttgarter Bürgerhauses.

Der Heimweg: Weiter geht es über die Edenbergstraße, dann den Speidelweg steil bergab und anschließend nach rechts in die Rohrackerstraße. Die Gasse „An der Kelter“ bringt die Wanderer zum Sitz der Weingärtnergenossenschaft Rohracker.

Vorbei an der Bernhardskirche erreichen die Weinwegwanderer nach wenigen Metern das Gasthaus Waldhorn. Zurück an der Kelter überquert man die Sillenbucher Straße, und biegt links in einen Weg, der auf einer Brücke über den Bußbach führt. Dem Bachlauf folgt man vorbei an Tennisplätzen, dem Aktivspielplatz Rohracker sowie der Vereinsgaststätte des Turnvereins Hedelfingen. Nur wenige Meter sind es von hier bis zur Bushaltestelle Dürrbachstraße.

Degerloch mit Dornhaldenweg

Strecke: 6,5 Kilometer

Dauer: 2,5 Stunden

Highlight: Ausblick am Santiago-de-Chile-Platz

Einkehrmöglichkeit: Gibt es keine. Dafür ist der Schimmelhüttenplatz ideal für ein ausgiebiges Picknick.

Beschreibung:

Der Start: Ideal ist diese Strecke für die Stuttgarter, die sich für einen Weinwandertag nicht nach außerhalb der Stadt begeben wollen. Los geht’s vor dem Haupteingang des Hotel IBIS an der Böheimstraße. Nach der Überquerung folgen die Spaziergänger der Beschilderung „Stuttgarter Weinwanderweg“. Nach kurzer Zeit wird es schon weniger städtisch. Denn kurz vor dem Marienhospital führt auf der linken Seite eine steile Treppe nach oben. Bald erreicht man eine Wendefläche, kurz darauf den Schimmelhüttenweg, dem die Wanderer auf der rechten Seite folgen.

Die ersten Highlights und der Blick ins Schwabenländle: Je höher man aufwärts läuft, desto weiter erstreckt sich der Ausblick auf die idyllischen Weinberge über kunstvoll gebaute Trockenmauern. Ein Stück weiter weist ein Schild darauf hin, dass der „Degerlocher Scharrenberg“ erreicht ist. Hier lohnt es sich, eine kleine Verschnaufpause einzulegen.

Weiter geht’s auf dem Schimmelhüttenweg. Er führt die Weinwegwanderer zum Schimmelhüttenplatz. Dieser Ort hat charmante Details: Auf der rechten Seite kann man die Schimmelhütte und ein Original-Weinfass entdecken. Direkt hinter der Hütte folgen die Naturliebhaber dem Elsaweg, auf dessen linker Seite bald eine weitere Grünfläche zur Rast einlädt.

Der letzte Anstieg bis zum Ziel: Gut gestärkt geht es nun in die Leonorenstraße. Bald befinden sich die Wanderer in der Straße „Am oberen Berg“, die zu einer T-Kreuzung führt, an der sie rechts abbiegen.

Nun überquert man noch die „Alte Weinsteige” und erreicht gleich danach den Höhepunkt der Strecke: den Santiago-de-Chile-Platz mit einem traumhaften Ausblick auf das Zentrum Stuttgarts.

Der Heimweg: Möglichkeiten, um wieder zurück zum Ausgangspunkt zu gelangen gibt es viele: Eine davon ist die Zacke, deren Haltestelle „Haigst“ sich gleich hinter dem Santiago-de-Chile-Platz befindet. Alternativ befindet sich unweit des Platzes auch die U-Bahn-Haltestelle „Weinsteige“.

Alternativstrecke vom Schimmelhüttenplatz

Highlight: Santiago-de-Chile-Platz

Beschreibung:

Der Start: Für diejenigen, die von der bisherigen Route nicht genug bekommen, gibt es vom Schimmelhüttenplatz aus eine Rundwanderung durch den Wald zum idyllisch gelegenen Dornhaldenfriedhof. Statt erst nach dem Rastplatz oberhalb der Schimmelhütte in die Elsastraße einzubiegen, tun Wanderer dies nun bevor sie diesen erreichen würden. Gleich danach biegen sie in die Leonorenstraße ab. Am Ende der Straße beginnt hinter einer Schranke der Dornhaldenweg. Diesem folgen die Spaziergänger und überqueren die nächste Kreuzung geradeaus, laufen durch ein schönes Waldstück und anschließend wieder über eine Kreuzung.

Das Highlight: Nach ein paar weiteren Metern erreicht man die nächste Gabelung und wählt den schmalen Weg nach rechts bis zum Gatter des Dornhaldenfriedhofs.

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