Fahrradstraße und Fußgängerzone passen künftig nicht mehr zusammen. Foto: Haar

Ein externes Planungsbüro beginnt nach der Sommerpause mit der Arbeit für ein City-Konzept, das 2020 fertig sein soll. Ziel ist es, die Innenstadt lebenswerter zu machen und Parkplätze zu reduzieren.

Stuttgart - Mit einer knappen Mehrheit hat der Gemeinderat 2017 den Zielbeschluss zur lebenswerten Innenstadt gefasst, der vorsieht, dass rund 150 bis 200 oberirdische Parkplätze innerhalb des Cityrings in Flanierzonen umgewandelt werden. Dies betrifft auch die Eberhardstraße. Auf lange Sicht soll dann auch nach Ausweichplätzen für Behinderte, die E-Ladestationen sowie die Taxis gefunden werden.

Nach Aussage des Amtes für Stadtplanung und Wohnen sollen die Arbeiten in der Eberhardstraße im Oktober abgeschlossen werden. Der gesamte Umbauprozess in der Innenstadt braucht noch länger. Aber der nächste Schritt ist getan, wie eine Sprecherin der Stadt bestätigt: „Die Grundlagenuntersuchung für den gesamten Geltungsbereich innerhalb des City-Rings haben wir bereits an ein externes Planungsbüro vergeben. Dieses wird aufbauend auf die Ergebnisse ein Zielkonzept erstellen.“ Weiter sagt sie: „Mit den Untersuchungen beginnt das beauftragte Büro nach der Sommerpause. Die Fertigstellung der Grundlagenuntersuchung und des hierauf aufbauenden Zielkonzeptes ist für Ende 2020 geplant.“ Dann werden auch weitere Bereiche in der City in Angriff genommen: „Als nächstes werden die Dorotheenstraße und der Bereich zwischen Theodor-Heuss-Straße und Kronprinzstraße (im Zusammenhang mit dem Neubau der Calwer Passage) angegangen.“ Die konkrete Umsetzung hänge jedoch auch von den Beschlüssen des Gemeinderats ab.

Insgesamt gibt es im Stadtgebiet 39 000 bewirtschaftete Parkplätze. Parkhäuser sind nicht eingerechnet. In der Innenstadt gibt es etwa 11 500 Parkplätze. Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) sagte damals bei der Abstimmung zur lebenswerten Innenstadt: „Städte in Deutschland und Europa, die was auf sich halten, steigern ihre Aufenthaltsqualität. Davon profitieren Bewohner, Besucher und Handel gleichermaßen. Unsere Aufgabe ist es, die Interessen Einzelner zum Wohle aller auszugleichen und um die besten Lösungen für unsere Innenstadt zu ringen.“

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