Der Rotwildpark ist beliebt, zum Beispiel als Treffpunkt mit Freunden. Foto: Archiv M. Steinert

Die Bürger sind zu einer Online-Umfrage zu dem Naherholungsgebiet zwischen Stuttgart-Büsnau und Stuttgart-West aufgerufen. Im Internet können sie eine interaktive Karte erstellen. Wir verraten Ihnen, wie es geht.

S-Büsnau/S-West - Es ist ein groß angelegtes Forschungsprojekt. Die Abteilung Wald und Gesellschaft der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) in Freiburg will mehr über den Stuttgarter Rotwildpark wissen und hat im Internet unter www.rotwildparkstuttgart.de dazu eine interaktive Umfrage ausgearbeitet. Es geht um die Leistungen, die der Wald erbringt, und die Wirkungen, die er auf die Menschen hat.

Die Teilnahme an der Umfrage dauert etwa 20 Minuten. Wer will, kann zur Belohnung an einem Gewinnspiel teilnehmen. Unter allen verlost die FVA einmal 300 Euro, zweimal 100 Euro und viermal 50 Euro. Zuvor muss man sich aber durch die Fragen klicken. Die Wissenschaftler wollen unter anderem wissen, seit wann man den Rotwildpark nutzt, wie man dort hin gelangt und wie lange man dafür braucht. Dann geht es um verschiedene Orte in dem Waldstück – zum Beispiel um Orte, die zur Erholung aufgesucht werden, die als Treffpunkt mit Freunden dienen, die man besonders schön oder kulturell und geschichtlich bedeutsam findet oder auch um Orte, die für einen selbst spirituell und religiös eine Rolle spielen.

Die Forscher untersuchen insgesamt drei Waldgebiete

Auf der anderen Seite fragen die Forscher nach Orten im Rotwildpark, die „das Wohlbefinden einschränken“ – zum Beispiel weil man sie als unsicher empfindet, weil man Angriffe von Wildtieren fürchtet, weil Pflanzen die Sicht versperren oder weil man sich von den forstlichen Aktivitäten gestört fühlt. Und dann können die Umfrageteilnehmer ihre Lieblingsorte und -strecken und die, die sie weniger mögen, noch auf einer interaktiven Landkarte markieren. Wie das geht, zeigt ein Video.

Für die Freiburger Forscher ist der Stuttgarter Rotwildpark eines von insgesamt drei Waldgebieten, das sie untersuchen. Die anderen beiden Waldgebiete befinden sich im Raum Schwetzinger Hardt und bei Karlsruhe.

Hinweise für die tägliche Arbeit

Hagen Dilling, der Leiter der Abteilung Forsten beim Stuttgarter Garten-, Friedhofs- und Forstamts, freut sich über das Forschungsprojekt. „Gerade hier in Stuttgart ist der Wald in erster Linie ein Erholungswald, der unterschiedlichen Ansprüchen, Erwartungen und Bedürfnissen der Bürger gerecht werden soll. Wenn wir nun über dieses Projekt genauere Hinweise darauf erhalten, wie sich die Bürger ihren Wald wünschen, wo sie sich besonders wohlfühlen und gerne aufhalten, wird uns das in unserer täglichen Arbeit sehr weiterhelfen“, sagt Dilling.

Voraussetzung dafür sei aber, dass sich genügend Interessierte finden, die an der Online-Umfrage teilnehmen. Denn die Umfrage müsse repräsentativ sein, um die Ergebnisse wirklich in konkrete Handlungsempfehlungen übernehmen zu können. „Daher wünsche ich mir natürlich, dass möglichst viele Bürger diese Beteiligungsmöglichkeit wahrnehmen und ihre persönlichen Vorlieben in die interaktiven Karten eintragen“, sagt Dilling.

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