Die Arbeiten am Pallotti-Areal haben begonnen – die Baustelle wächst weiter. Foto: Recklies

Das Siedlungswerk will bis 2020 insgesamt 61 Eigentums- und 14 Mietwohnungen nebst Kita auf dem rund 85 Hektar großen Pallotti-Areal in Stuttgart-Birkach fertiggestellt haben. Mit dem Erdaushub für die acht Gebäude wurde bereits begonnen.

Birkach - Bis sich dort, wo einst die Sankt-Vinzenz-Pallotti-Kirche inmitten von viel Grün stand, Familien tummeln, wird noch etwas Zeit vergehen. Mit den Arbeiten für den Bau der insgesamt acht Gebäude auf dem rund 85 Ar großen Pallotti-Areal wurde aber inzwischen begonnen. Das Gotteshaus war im Frühjahr 2018 abgerissen worden. Im Jahr 2020 sollen die Neubauwohnungen bezugsfertig sein, mit dem Erdaushub und den ersten Gründungsmaßnahmen wurde begonnen.

Ob der anvisierte Zeitplan zu halten ist, kann derzeit aber niemand sagen. Das hänge von der Witterung in den Wintermonaten ab, sagt Daniel Krehl, Assistent der Geschäftsführung beim Siedlungswerk. Dieses ist für die Bebauung der Fläche verantwortlich. Das Stuttgarter Architekturbüro Schwarz-Jacobi hat die vier Mehrfamilienhäuser mit Flachdächern geplant.

61 Eigentums- und 14 Mietwohnungen

61 Eigentums- sowie 14 Mietwohnungen – „diese befinden sich hauptsächlich in Haus zwei, dem Pallottihaus“, sagt Siedlungswerk-Sprecher Daniel Krehl – werden am Ende auf dem Birkacher Gelände zu finden sein. Dazu eine Kindertagesstätte sowie ein Versammlungsraum der katholischen Kirchengemeinde.

Die Vermarktung der Eigentumswohnungen hat über die Internetpräsenz des Siedlungswerks bereits begonnen, die ersten der 61 frei verkäuflichen Wohneinheiten sind schon weg. „Wir werden die Vermarktung aber erst ab Anfang 2019 forcieren“, sagt Krehl. Das Siedlungswerk rechnet angesichts der angespannten Wohnungsmarktlage in Stuttgart mit einer großen Nachfrage.

Informationen über die ebenfalls vorgesehenen Mietwohnungen sind auf der Siedlungswerk-Homepage noch keine zu finden. Bevor der Fertigstellungstermin nicht endgültig feststehe, habe es keinen Sinn, diese anzubieten, so Krehl. Von den insgesamt 14 Mietwohnungen sind laut Krehl acht öffentlich gefördert. Zwei davon werden an Studierenden-Wohngruppen vermietet, sechs der Mietwohnungen sind für mittlere Einkommensbezieher vorgesehen. Desweiteren wird laut Krehl auch Wohnraum für Wohngruppen für Menschen mit Fluchterfahrung geschaffen.

Zwischen 52 und 138 Quadratmeter groß

Im größten Gebäude mit der Bezeichnung „Haus vier“, das insgesamt sieben Stockwerke zählen wird, werden 19 Parteien leben. In den anderen Häusern weniger. Die Wohnungen haben dabei Flächen zwischen knapp 52 und etwas mehr als 138 Quadratmetern, aufgeteilt auf zwei bis fünf Zimmer.

Die Preise der Eigentumswohnungen liegen zwischen 269 000 und 699 000 Euro – dies entspricht einem Quadratmeterpreis von um die 5100 Euro. Zum Vergleich die jüngsten Stuttgarter-Neubau-Immobilienpreise: Für die günstigste im zweiten Quartal 2018 verkaufte Wohnung wurde in Wangen ein Quadratmeterpreis von knapp 3930 Euro fällig. Die teuerste Neubau-Eigentumswohnung, die an der Robert-Bosch-Straße im Stuttgarter Norden liegt, hat den Käufer fast 16 900 Euro pro Quadratmeter gekostet.

Auch wenn der genaue Fertigstellungstermin für die Flachdachbauten noch nicht steht, so plant das Siedlungswerk, in der zweiten Maiwoche des nächsten Jahres das Deckenfest zu feiern, das dem Richtfest bei Gebäuden mit Dachstuhl entspricht. Bis dahin wird dann vermutlich auch klarer sein, wann mit der Fertigstellung der Gebäude gerechnet werden kann.

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