Der Wasentunnel wird Autofahrern auch während des Frühlingsfests nicht zur Verfügung stehen. Foto: Edgar Rehberger

Weil der Wasentunnel noch bis August nicht zur Verfügung, wurde eine Interimsausfahrt auf der Campingplatzstraße ermöglicht. Hinweisschilder machen auf die neue Möglichkeit aufmerksam.

Bad Cannstatt - Die in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft berichtete vergangene Woche von einem überaus erfolgreichen Geschäftsjahr 2018. Das Unternehmen erreichte den höchsten Umsatz seit der Gründung 2005. Es wurde ein Gesamtumsatz von 44,76 Millionen Euro erzielt. Erstmals wurde die 40-Millionen-Euro-Marke übersprungen, was auch den „Sondereffekten“ wie dem alle vier Jahre stattfindenden Landwirtschaftlichen Hauptfest und dem erstmals aus Anlass des 200. Geburtstags des Cannstatter Volksfestes durchgeführten Historischen Volksfest auf dem Schlossplatz geschuldet war. 600 000 Besucher wurden dort während der acht Veranstaltungstage gezählt, das Volksfest kam auf rund vier Millionen, das Frühlingsfest 1,6 Millionen. In der Schleyerhalle und Porsche-Arena kamen zu den 213 Veranstaltungen im vergangenen Jahr 900 000 Besucher. Die Zahlen für die Wasenveranstaltungen seien zuverlässig, erläutert Andreas Kroll, der bei in.Stuttgart für das operative Geschäft und Veranstaltungen zuständige Geschäftsführer. „Es wurden Stichprobenkontrollen durchgeführt und und an den Zugängen geklickert.“ Bei fünf Prozent Abweichungen könne man von einer Bestätigung der Besucherschätzungen ausgehen. Die 210 000 Gäste des Landwirtschaftlichen Hauptfestes sind gesichert. Sie haben Eintritt bezahlt.

Parkplatzsituation bereitet Kopfzerbrechen

Daher spricht Kroll auch von einem „fantastischen Jubiläumsjahr“, was nicht als selbstverständlich anzusehen sei. „Da stecken viel Engagement und harte Arbeit dahinter.“ Das Cannstatter Volksfest habe sich „von einem Rohdiamanten zu einem Juwel entwickelt, der in die Welt hinaus strahlt“. Das Hallenduo Schleyerhalle und Porsche-Arena ergänze sich perfekt und weise eine sehr gute Auslastung auf. Alles im grünen Bereich, also. Nicht ganz. Die Parkplatzsituation bereitet der Veranstaltungsgesellschaft Kopfzerbrechen.

Seit dem Wegfall des ehemaligen Güterbahnhofsareals wegen der Bebauung fehlt ein Parkplatz für die Wasenbesucher und auch für die Beschicker, die dort ihre Fahrzeuge abstellen konnten. Dadurch hat sich der Parkdruck auch für das Wohngebiet verschärft. Noch bis August ist zudem der Wasentunnel nicht nutzbar. Die zweite Zu- und Abfahrt auf den Wasen fehlt. Beim letzten Heimspiel des VfB Stuttgart gegen Hoffenheim am Nachmittag und dem Herbert-Grönemeyer-Konzert in der Schleyerhalle am Abend machte sich dies bemerkbar. „Da kam es zu erheblichen Behinderungen von Ab- und Anreiseverkehr“, so Kroll. Zwar hatte die Veranstaltungsgesellschaft eine zusätzliche Wasenausfahrt aktiviert: über die Straße am Campingplatz. „Die Hinweisschilder wurden aber in der Dunkelheit noch nicht richtig wahrgenommen.“ Da sei Geduld gefragt.

Keine Rekordzahlen 2019

Die zusätzliche Ausfahrt helfe nur bedingt, weiß Kroll. Generell weist die in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft darauf hin, für Veranstaltungen auf dem Wasen und im Neckarpark öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Man stehe in Kontakt mit der Verkehrsleitzentrale. Die Zusatzausfahrt soll bis zur Inbetriebnahme des Wasentunnels, spätestens im August nutzbar sein. Das heißt, auch für das Frühlingsfest, das am 20. April eröffnet wird und bis zum 12. Mai dauert, steht die zusätzliche Ausfahrtsmöglichkeit in Richtung B 10 und B 14 zur Verfügung.

Dem überaus erfolgreichen Jahr 2018 für die Veranstaltungsgesellschaft folgt kein weiteres. „Für 2019 sind keine Rekordzahlen zu erwarten“, sagt Krolls Geschäftsführer-Kollege Martin Rau. Die umfassende Sanierung des Hegelsaals steht ab Mitte des Jahres an. „Ein Viertel des Umsatzes fehlt dadurch.“ Zudem muss aufs Landwirtschaftliche Hauptfest und das Historische Volksfest noch drei Jahre gewartet werden.

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