Das Thema Zollamt brennt den Anwohnern unter den Nägeln. Foto:  

Die Bürgerinitiative Veielbrunnen bringt sich bei vielen Themen ein. Die Themen gehen dabei nicht aus: Neckarpark, Volks- und Frühlingsfest sowie derzeit die Zukunft des Zollamtes.

Bad Cannstatt - Der Bürgerinitiative Veielbrunnen geht die Arbeit nicht aus. Die Belastungen durch Frühlings- und Volksfest, die Aufsiedlung des Neckarparks, die Zukunft des Zollamts – bei allen Themen steht die Initiative in Kontakt mit den Behörden, wird gehört und darf sich einbringen. „Wir sind sehr zufrieden, wie mit uns umgegangen wird“, sagt Regine Herdecker von der BI Veielbrunnen. Derzeit brennt das Thema Zollamt unter den Nägeln. Am Mittwoch ist der Bebauungsplan dazu Thema im Bezirksbeirat Bad Cannstatt. „Wir wären schon für den Erhalt des Gebäudes und könnten uns in einem Teil des Gebäudes ein Stadtteilzentrum oder -treff vorstellen.“ Das wäre für die Anwohner sehr gut. Auch die Kulturinsel habe ihre Berechtigung. Aber in diesem Fall gebe es einen Zielkonflikt. Veranstaltungen, die eine Vielzahl Besucher aus der Region anlocken, stehen im Gegensatz zum Ruhebedürfnis der Anwohner. „Das Viertel leidet dann unter viel Verkehr und Lärm.“ Vor allem, wenn die Besucher die Veranstaltung verlassen, sei „Halli Galli“ in den Straßen. „Schlimmer als bei den Wasenveranstaltungen“, vergleicht Herdecker. Natürlich versteht die Bürgerinitiative, dass die Kulturinsel derartige Veranstaltungen benötigt, um über die Runden zu kommen. „Die Kulturinsel muss natürlich Einnahmen generieren.“ Die Anwohner aber setzen auf eine für sie verträgliche Lösung. „Da wird sich sicherlich etwas finden.“

Sachkenntnis gefragt

Denn bisher wurden die Anregungen der Bürgerinitiative von der Verwaltung ernst genommen. So sitzen Vertreter im Unterausschuss Neckarpark, der nicht-öffentlich tagt und in dem Themen für den gemeinderätlichen Ausschuss für Umwelt und Technik vorberaten werden. Dabei geht es etwa um Fortschrittsberichte und neue Entwicklungen. „Da ist auch unsere Sachkenntnis gefragt“, freut sich Herdecker darüber, dass auch die Anwohner sich einbringen können. Es sei eine tolle Einrichtung.

Viele Themen des Neckarparkes seien schon in der Umsetzungsphase. Der Quartiersplatz soll ab April umgesetzt werden. Im Dezember gab es die Bürgerbeteiligung zum Zollamt, davor eine Infoveranstaltung zum Bolzplatz. Die Bürgerinitiative Veielbrunnen ist immer dabei und involviert.

Wirkungsvolle Maßnahmen

Gleiches gilt auch für die Belange beim Frühlings- und Volksfest. Da sind die Anwohnervertreter beim Runden Tisch dabei, an dem Wasenbürgermeister Michael Föll, die Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart, das Ordnungsamt und Vertreter des Lärmgutachtens teilnehmen. Letztmals gab es im Februar ein Treffen, das letzte mit Föll. „Diese Treffen waren ihm immer wichtig“, lobte Herdecker. „Wir hoffen, dass es mit seinem Nachfolger auch so weitergeht.“ Dabei ging es vor allem um die Lärmsituation, die sich inzwischen aber beruhigt hat. „Da ist man gut aufgestellt.“ Die getroffenen Maßnahmen zeigten Wirkung. Jetzt liege der Fokus beim Thema Parken. Da der Parkplatz auf dem ehemaligen Güterbahnhof-Areal nicht mehr zur Verfügung stehe, habe der Park-Such-Verkehr zugenommen. Das wirke sich bis nach Gaisburg aus. Ein weiterer Augenmerk liege auf der Hygiene. Den unschönen Begleiterscheinungen werde durch verstärkte Reinigung und mehr Toilettencontainer zu Leibe gerückt.

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