Der Stiefvater und der 25-jährige Sohn geraten aneinander. Foto: 7aktuell.de/Frank Herlinger

Ein Streit eskaliert: Der Stiefsohn soll ein Messer gezückt haben und damit auf den 49-jährigen Vater losgegangen sein. Die Ermittler haben erste Erkenntnisse über die Ursache der Auseinandersetzung.

Stuttgart - Der Haussegen hat offenbar schon länger schief gehangen bei einer Familie im Hallschlag. Nun ist die Situation eskaliert: Bei einem Streit am Donnerstagabend ging der 25-jährige Stiefsohn auf den Mann seiner Mutter los. Er griff ihn mit einem Messer an. Sein 17 Jahre alter Bruder ging dazwischen. Im Handgemenge wurden alle drei Männer verletzt, meldet die Polizei. Die genauen Hintergründe der Tat werden noch untersucht.

Der Sohn hatte keinen festen Wohnsitz

Der 25-Jährige soll schon länger nicht mehr zu Hause gelebt haben. Immer, wenn er mal wieder da war, sei es nicht sehr harmonisch zugegangen in der Familie. Nun habe er am Donnerstag die Wohnung in einem Mehrfamilienhaus am Sparrhärmlingsweg aufgesucht. Die Polizei hat noch nicht alles erfahren, was im Laufe des frühen Abends gesprochen wurde. Nur so viel ist bekannt: Der 25-Jährige soll vorgehabt haben, wieder bei der Familie einzuziehen. Einen festen Wohnsitz habe er nicht gehabt, er sei immer mal wieder woanders untergekommen und habe auch in Notunterkünften geschlafen. Bei dem Gespräch über die Heimkehr soll der Streit am Donnerstag gegen 17 Uhr zwischen dem Stiefvater und dem Tatverdächtigen ausgebrochen sein.

Der 25-Jährige soll dann ein Messer gezückt haben und damit auf den Stiefvater losgegangen sein. Der Bruder ging dazwischen. Dabei wurde der 49 Jahre alte Stiefvater durch die Messerstiche schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt, meldet die Polizei. Auch der Angreifer wurde schwer verletzt, er soll einen Schlag auf den Kopf bekommen haben. Wer ihn verletzte, ist nicht bekannt. Der Stiefvater und der Bruder hatten trotz ihrer Verletzungen den Angreifer überwältigen können und verständigten die Polizei.

Alle drei Beteiligten werden verletzt

Der Bruder des tatverdächtigen 25-Jährigen erlitt nur leichte Verletzungen. Er wurde ambulant behandelt. Der Stiefsohn und der 49-Jährige kamen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.

Es sei am Freitag noch nicht möglich gewesen, den Tatverdächtigen einem Haftrichter vorzuführen, sagte ein Polizeisprecher. Das habe der Gesundheitszustand noch nicht zugelassen. Die Staatsanwaltschaft habe bereits einen Haftbefehl wegen eines versuchten Tötungsdelikts beantragt. Vermutlich werde der 25-Jährige am Samstag vor einen Haftrichter kommen.

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