Eine einfahrende S-Bahn krachte am Dienstagabend in Bad Cannstatt gegen einen Peugeot. Foto: www.7aktuell.de | Simon Adomat

Am späten Dienstagabend rast an der S-Bahn-Haltestelle Sommerrain in Stuttgart-Bad Cannstatt ein Rentner mit seinem Wagen auf die S-Bahn-Gleise zu und wird erst in allerletzter Sekunde gestoppt. Ein einfahrender Zug kracht kurz darauf gegen sein Auto.

Stuttgart-Bad Cannstatt - Am späten Dienstagabend hat sich an der S-Bahn-Haltestelle Sommerrain in Bad Cannstatt ein spektakulärer Unfall ereignet.

Wie die Polizei mitteilt, war ein 88-Jähriger gegen 21.40 Uhr mit seinem Peugeot auf der leicht abschüssigen Masurenstraße unterwegs, als er wohl wegen eines Fahrfehlers direkt auf den Bahnsteig der S-Bahn-Haltestelle Sommerrain fuhr. Dort blieb er zunächst stehen und wollte den Rückwärtsgang einlegen. Stattdessen legte er aber den Vorwärtsgang ein und gab Gas.

Falschen Gang eingelegt

Der Wagen machte einen Satz nach vorne und fuhr auf die Gleise zu. Er rollte über die Bahnsteigkante und blieb dann so stehen - mit den Vorderrädern über den Gleisen. Der unter Schock stehende Senior konnte selbstständig aussteigen.

In dem Moment fuhr eine S-Bahn der Linie S2 Richtung Schorndorf ein und krachte gegen das Auto. Der Kleinwagen wurde um 180 Grad herumgeschleudert und kam schließlich in einer Grünfläche zum Stehen.

Gleise werden gesperrt

Verletzt wurde niemand. Zum Sachschaden ist noch nichts bekannt. Nach dem Unfall mussten die Gleise der S-Bahn in beide Richtungen von etwa 21.50 bis 22.20 Uhr gesperrt werden. Zwei S-Bahnen fielen komplett, neun auf Teilstrecken aus. Es kam zu Verspätungen von durchschnittlich rund 24 Minuten.

Der 88-Jährige musste seinen Führerschein abgeben. Der Mann war kurz zuvor in einem Seniorenheim als vermisst gemeldet worden.

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