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An diesem Wochenende finden in der Landeshauptstadt zwei große Demonstrationen im Zusammenhang mit dem Bahnprojekt Stuttgart 21 und dem Jahrestag des Polizeieinsatzes am Schwarzen Donnerstag statt.

Stuttgart - An diesem Wochenende finden in der Landeshauptstadt zwei große Demonstrationen im Zusammenhang mit dem Bahnprojekt Stuttgart 21 und dem Jahrestag des Polizeieinsatzes am Schwarzen Donnerstag statt. Am 30. September 2010 hatten sich Polizei und S-21-Demonstranten eine stundenlange Auseinandersetzung im Schlossgarten geliefert, bei der weit über 100 Menschen zum teil schwer verletzt wurden.

Die erste Kundgebung am Samstag beginnt um 13 Uhr vor dem Hauptbahnhof. Hier werden 2000 Teilnehmer erwartet. Nach bisheriger Planung soll diese Menge über die B 14, Charlottenplatz, Wilhelmsplatz und Schillerplatz zum Schlossplatz ziehen. Die Polizei erwartet dabei „erhebliche Verkehrsbehinderungen auf dem Cityring“. Um 14.30 Uhr soll der Aufzug den Schlossplatz erreichen. Dort werden weitere 10 000 Teilnehmer erwartet.

Auf der Bühne auf dem Schlossplatz werden unter anderem der Schauspieler Walter Sittler, der Regisseur Volker Lösch, der pensionierte Richter Dieter Reicherter, StN-Kolumnist Joe Bauer, der Frankfurter Autor Michael Wilk und der Berliner Verkehrsexperte Winfried Wolf sprechen. Die Veranstaltung richtet sich nicht nur gegen S 21, sondern auch gegen „Banken-Diktatur“ und „Demokratieabbau“. Bis zum Abschluss der Kundgebung um 17 Uhr treten auch Musiker und Bands auf.

Am Sonntag wollen bis zu 5000 Projektgegner im Mittleren Schlossgarten an den Schwarzen Donnerstag erinnern. Für 18 Uhr ist eine Lichterkette geplant.

Die Polizei geht von einem „friedlichen Charakter“ der Veranstaltungen aus. Man werde im Einsatz „routiniert, ruhig und besonnen“ agieren, sei aber auf alle Situationen vorbereitet, sagte ein Sprecher.

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