Stuttgart-21-Gegner haben am Dienstag beim Naturkundemuseum im Rosensteinpark eine Parkwache aufgestellt Foto: Leif Piechowski

Die Parkschützer-Initiative hingegen beklagt, dass die Polizei den Demonstranten Strafverfolgung angedroht habe. Am Montagabend hatten rund 150 Menschen im Park demonstriert.

Stuttgart - Ein Zeltlager von Stuttgart-21-Gegnern im Rosensteinpark ist am Dienstagmorgen aufgegeben worden. Die Stadt spricht von einer einvernehmlichen Auflösung. Die Parkschützer-Initiative hingegen beklagt, dass die Polizei den Demonstranten Strafverfolgung angedroht habe. Am Montagabend hatten rund 150 Menschen im Park demonstriert; 30 Projektgegner campierten nachts oberhalb des Rosensteinmuseums.

Am Dienstag stellten die S-21-Gegner unterhalb des Museums eine sogenannte Parkwache auf. Sie soll Tag und Nacht besetzt sein und die Bürger über die Planungen der Deutschen Bahn im Rosensteinpark informieren. Der Park sei ein „Kulturdenkmal, Landschafts- und Artenschutzgebiet“, erklärt die Initiative. Er dürfe nicht in einer „übereilten Aktion abgeholzt werden“. Zur Zeit werde juristisch geprüft, ob die Räumung des Zeltlagers zulässig war.

„Wir werden mit allen gewaltfreien Mitteln versuchen, auf das Unrecht hinzuweisen und Stuttgart 21 zu verhindern“, sagt Andrea Schmidt, Pressesprecherin der Parkschützer. Ob man mit dem Camp in den Park zurückkehre, sei noch offen.

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