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Die Deutsche Bahn weist die Vorwürfe zur angeblich mangelnden Sicherheit in den Tunneln des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm nun als "haltlos und unverantwortliche Stimmungsmache" zurück.

Stuttgart - Die Deutsche Bahn hat Vorwürfe zur angeblich mangelnden Sicherheit in den Tunneln des Bahnprojekts Stuttgart 21 als haltlos zurückgewiesen. Die geplanten Tunnel als „Todesfallen“ zu bezeichnen, entbehre jeder sachlichen Grundlage, teilte die Deutsche Bahn am Mittwoch mit.

Das Magazin „Stern“ berichtet in seiner aktuellen Ausgabe von zwei bisher unveröffentlichten Gutachten einer Gruppe von Stuttgarter Ingenieuren. Darin heiße es, die Löscheinrichtungen in dem S21-Tunnelsystem von insgesamt rund 60 Kilometern seien „nicht brauchbar“, die Fluchtwege zu schmal, das Streckengefälle sei manchmal doppelt so hoch wie erlaubt. Im Katastrophenfall hätten Kinder, Alte oder Rollstuhlfahrer keine Chance.

Die Bahn führte an, zum jetzigen Zeitpunkt gebe es noch keine einzige für den Brandschutz relevante Baumaßnahme bei dem Projekt. Die für Ende 2020 geplante Inbetriebnahme des Bahnhofes erfolge nur, wenn ausnahmslos alle geltenden Sicherheitsbestimmungen und Brandschutzvorgaben erfüllt würden.

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