Stefan Penn verlässt das Stuttgart-21-Projekt nach dreieinhalb Jahren zu Anfang 2015. Foto: dpa

Der technische Geschäftsführer des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm, Stefan Penn, verlässt das Milliardenvorhaben nach dreieinhalb Jahren zu Anfang 2015. Projektgegner sehen dies als Signal dafür, dass auch führende Mitarbeiter nicht mehr an die Umsetzung von S21 glauben.

Stuttgart - Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm verliert seinen technischen Geschäftsführer. Stefan Penn verlässt das Milliardenvorhaben nach Angaben der Bahn nach dreieinhalb Jahren zu Anfang 2015, wie die Stuttgart-21-Bauherrin Bahn am Mittwoch mitteilte. Die Gegner des Projekts werten dies als Signal dafür, dass selbst führende Mitarbeiter nicht mehr an die Umsetzung von Stuttgart 21 glaubten. „Eine weitere intelligente Ratte verlässt das sinkende Schiff“, kommentierte der Sprecher der Parkschützer Matthias von Herrmann. Zuvor hätten schon andere Verantwortliche, unter anderem der für den Bahnhofstrog zuständige Bauleiter, das Handtuch geworfen.

Penn hatte das Projekt laut Bahn Anfang Juni 2011 in einer sehr schwierigen Phase als Projektleiter übernommen. Ihm sei es gelungen, das Projekt mit aus der Krise herauszuführen. Penn wolle sich „neuen Aufgaben im DB Konzern zuwenden“. Über einen Nachfolger werde kurzfristig entschieden.

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