Informiert über den Sachstand beim Stuttgart 21: Bahn-Vorstand Volker Kefer. Foto: Christian Hass

Zuständigkeit für Projekt geht in neuer Regierung komplett auf die Grünen über.

Stuttgart - Am Donnerstag nächste Woche wird sich der politisch besetzte Lenkungskreis für das Milliardenprojekt Stuttgart 21 mit dem Baufortschritt und dem Kostenstand beschäftigen. Dazu treffen sich Bahn-Vorstand Volker Kefer, Verkehrsminister Winfried Hermann und OB Fritz Kuhn (beide Grüne) sowie Regionaldirektorin Nicola Schelling von 10.30 bis 13.30 Uhr im neuen Flughafen-Verwaltungsgebäude. Bereits am Tag zuvor wird Kefer den Aufsichtsrat des Schienenkonzerns über Stuttgart 21 unterrichten. Das Kontrollgremium hat bei der Kostenexplosion von 4,5 auf 6,5 Milliarden Euro im März 2013 verfügt, dass Kefer in jeder Sitzung einen Sachstandsbericht geben muss.

An mindestens drei Stellen Probleme mit Baufortschritt

Mit der neuen Landesregierung aus Grünen und CDU ist die Zuständigkeit für S 21 komplett auf die Grünen übergegangen, denn im Lenkungskreis sitzt auch ein Vertreter des Finanzministeriums. Das führten bis zum Regierungswechsel die Sozialdemokraten, nun steht Ministerin Edith Sitzmann (Grüne) an der Spitze.

Bei Stuttgart 21 und neuerdings auch der Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm gibt es an mindestens drei Stellen Probleme mit dem Baufortschritt. So fehlt die Genehmigung für den Anschluss des Flughafens an die Schnellfahrstrecke entlang der Autobahn, beim Albvorlandtunnel könnten sich Bauverzögerungen durch die Umsiedlung von Eidechsen einstellen, und in der Stadtmitte hat sich das Betonieren des Tiefbahnhof-Fundaments verzögert.

Die Bahn AG nennt als Termin der Inbetriebnahme der neuen Infrastruktur den Dezember 2021. Jedes Jahr Verzögerung würde die Bahn nach früheren Berechnungen etwa 100 Millionen Euro kosten. Bahn-Vorstand Kefer wird erneut die Terminfrage beantworten müssen.

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