Stuttgart 21 Geißler bangt um seinen Schlichterspruch

Von Claudia Lepping, Berliner Redaktion 

Heiner Geißler bei der Schlichtung Foto: Kraufmann
Heiner Geißler bei der Schlichtung Foto: Kraufmann

Stuttgart 21: CDU-Politiker sieht im kommenden Landtags-Wahlkampf erhebliches Risiko.

Berlin - Stuttgart-21-Schlichter Heiner Geißler will nicht dulden, dass sein Schlichtungsspruch im baden-württembergischen Landtagswahlkampf zerrieben oder gar inhaltlich verändert wird.

Den Stuttgarter Nachrichten sagte der CDU-Politiker: "Die Wahlkämpfer haben sich der Schlichtung bemächtigt." Dass vor der Landtagswahl "nun alle denkbaren Interpretationen herumgereicht werden, ist Meinungs- und Pressefreiheit. Aber die Substanz darf nicht verändert werden." Die Wahl am 27. März störe gewaltig, so Geißler. "Wenn es sie nicht geben würde, hätten wir nicht diese unterschiedlichen Interpretationen." Zur Kritik der Projektbefürworter, er habe den Bahnhof teuer gemacht, sagte Geißler: "Das ficht mich als Schlichter nicht an, weil es meine Pflicht ist, etwas Vernünftiges und Verantwortbares vorzuschlagen."

Zur Kritik der Projektgegner, er habe sich dem politischen Druck von Ministerpräsident Steffen Mappus gebeugt, sagte der 80-jährige: " Es ging nie darum, einen neuen Bahnhof zu erfinden, sondern darum, einen besseren zu bauen."

 

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