Zum Abbau der Leitung war schweres Gerät vonnöten. Foto: 7aktuell.de/Marc Gruber

Um Platz für die Baugruben für Stuttgart 21 zu schaffen, musste eine Fernwärmeleitung provisorisch fünf Jahre lang oberirdisch über die Friedrich- und die Kriegsbergstraße geführt werden. Seit kurzem sind die wenig schmucken Leitungen wieder abgebaut.

Stuttgart - Richtig schön ist der Anblick nie gewesen, er gehört nun aber der Vergangenheit an: In der Nacht auf Donnerstag ist die große Fernwärmeleitung, die seit fast fünf Jahren die Friedrich- und die Kriegsbergstraße beim Kurt-Georg-Kiesinger-Platz überspannte, wieder abgebaut worden. Die eigentlich unter der Erde verlaufende Röhre musste zwischenzeitlich den Baugruben für Stuttgart 21 weichen.

Unter denen hindurch wurde eine neue Leitung verlegt, die seit Ende 2018 in Betrieb ist. Nun wurde auch die Umleitungsstrecke wieder abgebaut. Die Arbeiten, für die Teile der Straßen von 22 Uhr an gesperrt waren, begannen um 0.30 Uhr am frühen Donnerstag. Das Teilstück, das vor der denkmalgeschützten Fassade der ehemaligen Bahndirektion entlang verlief, war schon in den zurückliegenden Tagen demontiert worden.

Auch Teile des Grundwassermanagements umbgebaut

Gleichzeitig wurden auch Teile der blauen Rohre, die zum sogenannten Grundwassermanagement(GWM) gehören, auf neue Trassen verlegt. Anders als die Umleitungsstrecke für die Fernwärme werden die GWM-Rohre aber weiterhin gebraucht. Sie mussten laut einem Projektsprecher aber weichen, weil sie dem nun beginnenden Umbau des Bonatzgebäudes im Weg waren. Das System zur Grundwasserabsenkung wird weiterhin benötigt, um die Baugruben für den Durchgangsbahnhof trocken zu halten. Sie können erst nach Inbetriebnahme von Stuttgart 21 abgebaut werden.

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